Pappenheimer B-Day
Zu alt zum Mitfeiern? Ein Gericht bestätigte eine Security-Entscheidung. (Symbolfoto) Foto: webflasher

München

Gericht bestätigt: 44-Jähriger zu alt für Teilnahme an Techno-Festival

Die Situation ist einfach erklärt: Ein 44-Jähriger stand 2017 in der Schlange zum Münchner Festival „Isarrauschen“ auf der Praterinsel an. Gerade als er endlich die heilige Halle betreten möchte, blockte ihn der Türsteher ab. Zu alt, lautete sein Urteil. Der Mann musste draußen bleiben. Das elektronische Musikevent zog an ihm vorüber.

Darf ein Türsteher aus Altersgründen einen Gast ablehnen?

Auf der Entscheidung eines Türstehers ließ der 44-Jährige es aber nicht belassen. Er wollte den Sachverhalt vor Gericht klären. Wie unter anderem die Bild-Zeitung berichtet, sei laut dem Kläger ein Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorliegend. Er selbst sehe gar nicht so alt aus und habe eine deutlich jüngere Freundin. Um die Sache zu vergessen, forderte der Mann 1.000 Euro Entschädigung. Das Gericht lehnte ab. Und das bereits zum zweiten Mal.

Richterin: Auswahl von Gästen kann vernünftig sein

Die Antwort der Richterin auf die Klage zeigt, dass es durchaus Aufgabe eines Veranstalters ist, die Gäste auch auszuwählen: „Bei derartigen Disco-Veranstaltungen steht nicht allein die Musik im Vordergrund, sondern das gemeinsame Feiern. Das Gelingen einer solchen Veranstaltung hängt damit entscheidend von einer gelingenden Interaktion unter den Gästen ab.“ Sie glaubt: „Daher ist eine Auswahl der Gäste, um einen gelungenen Abend zu gestalten, vernünftig, um den Interessen der Gäste und des Veranstalters gerecht zu werden.“

Der 44-Jährige will die Sache auch nach zwei gescheiterten Anläufen vor Gericht nicht ruhen lassen. Er zieht vor den Bundesgerichtshof.

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