Dieses Bild haben wir 2017 auf dem Taubertal-Festival geschossen. Foto: Fabian Gebert

Rothenburg

Ärger um Campinggelände vor Start des Taubertal-Festivals

Dauerregen vor dem Start des Taubertal-Festivals ist keine ganz neue Meldung. Schon 2017 hatte das Festival mit jeder Menge Matsch zu kämpfen, der das Leben vor den Bühnen und auf dem Campingplatz - freundlich formuliert - interessant gestaltete.

2019 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Nach ergiebigem Regen am Dienstag und Mittwoch kommt es seit Mittwochabend zu Problemen auf dem Campinggelände des Taubertal-Festivals. Der letzte Post der Veranstalter ist von Mittwoch und zeigt einen leicht matschigen Campingplatz mit dem Hinweis: „Es wird, es wird. Vielen Dank für eure Geduld und Mithilfe, wir geben Gas und freuen uns auf die nächsten Tage!“

Am heutigen Donnerstag bleibt es von offizieller Seite bis dato ruhig. In der Kommentarspalte tut sich hingegen jede Menge. Denn das Festival startet.

Eine Nacht im vollbepackten Auto pennen

Auf Facebook ist von zahlreichen Festivalbesuchern zu lesen, dass gestern Abend kaum etwas voranging. Autos mussten, sofern sie keinen Allrad-Antrieb hatten, mit Traktoren auf das Gelände geschleppt werden. Ein Knochenjob. Stundenlange Staus waren dementsprechend die Folge. Facebook-Kommentatorin Pamela Frank schrieb heute Morgen: „Geile Sache… 8.30 sollte es weiter gehen. Die Laune nach ner Nacht auf dem Feldweg würde sich deutlich heben lassen, wenn ihr die Security mal mit Infos durchfahren würde. Information ist Gold.”

In der Nacht äußerte sich Janine Kunkel: „Also meine Geduld ist am Ende. Wir stehen seit 19 Uhr in der Schlange und jetzt bekommen wir gesagt, dass seit halb 12 schon keiner mehr reingezogen wird und auch nicht bekannt ist wann weiter reingezogen wird. und das wir bitte im Auto übernachten sollen. Was soll das denn? Haben ja wirklich Verständnis für eine lange Wartezeit...wegen vielen Menschen usw. aber weil der Abschlepper jetzt Feierabend macht? Was für ne Organisation!!! Die Leute die morgen früh anreisen wollen tuen mir jetzt schon leid!“

Kein Campingplatz, kein Klo

Problematisch wurde es unter anderem auch, weil die Staubetroffenen keinerlei Sanitäranlagen nutzen konnten – oder zumindest nicht darüber informiert wurden. Dazu Stacie Bella S: „Liebe Crew, wir sind seit heute Mittag unterwegs und stehen seit 21h durchgehend in der ewigen Schlange. Unser Auto ist auch voll und wie bei dem Rest vor und hinter uns -geht langsam echt die Luft aus. Wenn diese Schlangen seit gestern früh laufen... Vll denkt man dran, dass die Menschen, die hundemüde und gequetscht im Auto warten auch iwo/iwann ein Klo bräuchten. Da könnte man ja in paar Abständen Dixis positionieren.?!? Aber ohne jegliche Info/Anweisungen eure Kunden hier stehen zu lassen... Da ist wirklich nicht von Verantwortung gegenüber der Anreisenden zu sprechen. Deprimierend und mies gerade einfach nur.”

User kommentiert: “Taubertal-Schlange 2019 – Ich war dabei.”

Kommentare wie diese finden sich massenhaft unter den letzten drei Facebookpostings des Taubertal-Festivals. Wer noch anreist, darf sich also auch heute auf Wartezeit einstellen.

Die Polizei in Rothenburg gab an, dass für die Zufahrtswege der Veranstalter zuständig sei. Andere Verkehrsproblematik, die sich durch das Festival ergebe, habe man im Griff. Vor sieben Stunden fasste es John Warlstoner humorvoll zusammen: „Taubertal-Schlange 2019! Ich war dabei.”

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Geht immer