Ein Start-up hat ein Warnsystem für K.o.-Tropfen in Drinks entwickelt. Foto: Nicolas Armer (dpa)

Waldbronn

Drogeriemarkt dm verkauft Armband, das vor K.o.-Tropfen warnen soll

Lass dein Glas oder deine offene Flasche nie unbeaufsichtigt stehen – diese Warnung spricht die Polizei seit Jahren aus. Denn auch wenn es für die meisten von uns unverständlich erscheint, gibt es in Clubs und Kneipen einen dummen Trend: K.o.-Tropfen in die Drinks anderer Menschen zu kippen.

K.o.-Tropfen können nur wenige Stunden im Blut oder dem Urin nachgewiesen werden. Daher ist die Dunkelziffer laut Medienberichten auch extrem hoch, wenn es um Fälle von K.o.-Tropfen im eigenen Getränk geht.

Xantus: Dramatisches Erlebnis als Motor für eine Unternehmensidee

Wenn die Polizei nichts machen kann und Mediziner nur schwer die Substanz nachweisen können, ist das ein Problem. Diesem haben sich die beiden Gründer Kim Eisenmann und Sven Häuser gewidmet. Sie entwickelten Xantus, einen Schnelltest, der vor K.o.-Tropfen in Drinks schützen soll. Ein dramatisches Erlebnis führte zur Erfindung, wie Kim Eisenmann im Interview mit Orange sagt: „Im vergangenen Sommer war ich mit meinem Freund Sven auf einem Stadtfest und dort wurde eine Bekannte von uns Opfer von K.o.-Tropfen. Nachts wurde sie dann in einem Park gefunden, sie konnte sich an nichts erinnern und war schlimm verletzt.“

Noch gibt es Xantus nur online. Foto: Screenshot dm

Färbt sich das Testfeld blau, solltet ihr die Finger vom Drink lassen

Mit ihrem innovativen Armband wollen die beiden genau solche Fälle verhindern. Mittlerweile ist das neue Produkt sogar im Online-Shop der Drogeriekette dm vertreten. 9,95 Euro kostet eine Packung mit vier Armbändern. Diese enthalten jeweils zwei Testfelder, auf das ein Tropfen des unbeaufsichtigten Getränks gegossen werden kann. Färbt sich das Testfeld blau, heißt es: Finger weg! Es sind höchstwahrscheinlich K.o.-Tropfen im Getränk. Das heißt, jedes Armband kann zweimal benutzt werden. Die blaue Farbe bei einem manipulierten Drink sei auch im schummrigen Licht eines Clubs gut zu erkennen, so die Gründerin.

Ob es das neue Produkt auch in die Filialen schafft, ist nicht sicher: „Das liegt daran, dass wir im Moment noch in der Start-up-Phase sind und der großflächige Verkauf jetzt erst beginnt. Ob wir auch in den Filialen vertrieben werden, hängt vom Interesse der Kunden ab.“

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