Leon Bareither aus Eibelstadt kam beim Snowboarden am 05.01.19 von der Pist ab und verbrachte eine Nacht in einer Höhle im Schnee. Am 06.01. konnte die Bergwacht ihn retten. Foto: Markus Scheder

EIBELSTADT

Eibelstädter Snowboarder: So viel Kohle kostete seine Rettung

Anfang Februar in Tirol, es herrscht Lawinenwarnstufe 3 von 5. Trotzdem beschließen zwei Deutsche, eine Schneeschuhwanderung zu unternehmen. Beim Abstieg verirren sich die beiden und müssen die Bergrettung anrufen, wie die österreichische "Kronen-Zeitung" schreibt. Um sie zu suchen, werden drei Suchtrupps mit je fünf Mitgliedern losgeschickt. Unter anderem deshalb, weil die Wanderer nicht wie aufgefordert an dem Platz bleiben, an dem sie zuletzt über ihr Handy geortet wurden.

Nun verlangte die Bergwacht für diesen Einsatz 2261 Euro. Das ist den beiden Wanderern aber zu teuer, sie wollen die Zahlung verweigern. Aus ihrer Sicht wäre der Aufwand zu hoch gewesen: Zwei Retter mit einer Taschenlampe hätten gereicht, schrieben sie an die Bergwacht. 

Eibelstädter Snowboarder Leon Bareither: "Die Kosten waren berechtigt"

Das erinnert an die abenteuerliche Geschichte von Leon Bareither. Der damals 23-jährige Snowboarder aus Eibelstadt (Lkr. Würzburg) wurde im Januar in Österreich durch einen starken Windstoß von der Piste abgedrängt und musste sich nachts in einer Schneehöhle verschanzen. Erst am darauffolgenden Tag wurde er von der Bergwacht gerettet. Wie viel hat die Aktion gekostet?

Seine Rechnung war um einiges höher als die der beiden Schneeschuh-Wanderer: Sie betrug 17.000 Euro, sagt Bareither gegenüber dieser Redaktion. "Die Kosten waren berechtigt", findet er. Schließlich seien viele Personen an der Rettung beteiligt gewesen und es wäre ein Nachtzuschlag für die Suche dazugekommen. "Außerdem wurde ich in eine Seilbahn-Gondel hochgezogen", erinnert er sich, "das war sicher auch teuer."

Die Rechnung musste er allerdings nicht selbst bezahlen – die hat seine Unfallversicherung übernommen.

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