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Es ist seit Jahren relativ schwierig, eine günstige und nicht völlig abgeranzte Wohnung in Würzburg zu finden. Foto: Paul Zinken (dpa)

Würzburg

Immer höhere Mieten: Würzburg auf dem Weg zu München 2.0

Eine Wohnung mit Festungsblick kostet viel Geld. Wenn noch eine Dachterrasse und ein hochwertiger Laminatboden im Büro dazu kommen, dann sind schon mal über 2.000 Euro Kaltmiete fällig. Fast 16 Euro pro Quadratmeter ist das selbst für die Domstadt ein stolzer Preis. Denn die Preise im Innenstadtbereich lagen im vergangenen Dezember laut Immobilienportal "immowelt.de" zwischen 8,81 Euro und 15,93 Euro pro Quadratmeter.

Die teuren Luxus-Wohnungen in der Altstadt sind nicht das Hauptproblem

Derart teure Immobilien sind aber nicht die größte Sorge in Würzburg: Es ist der Wohnraum für Studenten und Geringverdiener, die ebenfalls tiefer in die Tasche greifen müssen. Laut "wohnungsboerse.net" hat eine 30 Quadratmeter große Wohnung 2011 noch 7,27 Euro pro Quadratmeter gekostet. 2018 waren es schon 12,97 Euro. Die Internetseite führt nach eigenen Angaben deutschlandweit rund 170 000 Wohnungseinträge, aus denen die Betreiber diese Schlüsse ziehen.

Hier könnt ihr sehen, wie hoch die Mieten in den einzelnen Stadtteilen sind: (einfach mit der Maus über die Buttons fahren)

Die SPD-Stadtratsfraktion forderte die Stadtverwaltung per Antrag im April 2019 auf, jährlich gegen Jahresende einen Bericht zur Entwicklung der Wohnungsmieten in der Stadt vorzulegen. Doch der Antrag wurde nicht weiterverfolgt, einen Mietspiegel-ähnlichen Bericht wird es in naher Zukunft von städtischer Seite nicht geben. Die Erstellung sei zu teuer, müsse alle vier Jahre neu aufbereitet werden und ein Mietspiegel treffe keine Aussagen über aktuelle Bestandsmieten.

Stadt bestätigt ebenfalls, dass die Mieten weiter gestiegen sind

Dass die Immobilienpreise wieder angestiegen sind, bestätigt aber auch die Stadtverwaltung. "Bei einer gleichbleibend hohen Nachfrage ist dies dem jährlich konstant geringen Angebot an Immobilien in Würzburg geschuldet", heißt es in einer Pressemitteilung. Das zeigt der sogenannte Immobilienmarktbericht. Er basiert unter anderem auf anonymisierten Auswertungen der Kaufvertragsurkunden.

Immobilienverband Deutschland: Würzburg in Teilen auf Münchener Level

Die Konsequenz daraus: Würzburger müssen mit immer mehr Ausgaben rechnen, wenn es ums Wohnen geht. Erst im Dezember hat der Immobilienverband Deutschland eine Studie präsentiert, in der Würzburg mit München mittlerweile fast auf einem Level ist.

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