Auf dem Gelände der Uni am Hubland bittet ein Mann junge Frauen um Massagen. Foto: Angie Wolf

Würzburg

Immer mehr Hinweise zu Belästigungen auf dem Würzburger Uni-Campus

UPDATE vom 7. November 2019: Der Mann wurde von der Polizei mittlerweile aufgegriffen. Die Uni erteilte dem 25-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg Hausverbot.

Die Ermittler der Würzburger Polizei beschäftigen sich weiterhin mit einem ungewöhnlichen Fall auf dem Gelände der Universität Würzburg am Hubland.

Auf dem Campus der Uni spreche seit Monaten ein Unbekannter junge Studentinnen an und bitte diese unter anderem, ihn zu massieren. Die Universität hat mit Aushängen vor dem Mann gewarnt, mittlerweile ist auch die Polizei involviert. Wie Polizeisprecher Björn Schmitt am Montag erklärte, seien inzwischen rund 30 Zeugenhinweise eingegangen. "Die Ermittlungen schreiten voran."

Keine konkrete Straftat, aber eine Grenzüberschreitung

Zwar lägen bislang "keine Hinweise auf konkrete Straftaten" des jungen Mannes vor. Ziel der Polizei sei es aber, den Unbekannten anzusprechen und ihm zu "erklären, ab wann eine Grenze überschritten ist", so Schmitt weiter. Wie Betroffene gegenüber dieser Redaktion berichteten, spreche der Fremde vor allem am Uni-Campus am Hubland junge Frauen an und bitte sie, sich auf ihn zu setzen, über seinen Rücken zu laufen oder ihn zu massieren.

Sicherheitsdienst weiterhin am Hubland aktiv

Anfang vergangener Woche hatte die Frauenbeauftragte der Philosophischen Fakultät, Brigitte Burrichter, in einer Rund-Mail an Studierende davor gewarnt, sich "nach Einbruch der Dunkelheit allein in den Gebäuden und auf den Wegen" am Hubland-Campus aufzuhalten. "Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit", so die Professorin.

Am Mittwoch hatte die Uni dann einen Sicherheitsdienst beauftragt. Dieser sei nach wie vor im Einsatz, bestätigt die Uni.

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