Ratten
"Es gibt zur Zeit mehr Ratten in der Stadt" - Würzburgs Gartenamtsleiter Helge Grob Foto: yes (iStockphoto)

Würzburg

In Würzburg gibt es aktuell einen Haufen Ratten

Nicht nur im Würzburger Ringpark sind sie tagsüber zu sehen. Auch am Bahnhof oder überall am Main werden gerade Ratten gesichtet. Tote Ratten liegen teils mitten in der Innenstadt und berichtet von einer „Ratten-Epidemie“ an einem Spielplatz im Frauenland. Was ist an dieser Beobachtung dran? Wir haben nachgefragt!

"Es gibt zur Zeit mehr Ratten in der Stadt", sagt Gartenamtsleiter Dr. Helge Grob. Das bestätigen auch Mitarbeiter des Gartenamts. Als Grund für den Anstieg der Population nennt die Stadt das große Angebot an Früchten und Nüssen sowie die geringen Niederschläge im vergangenen Jahr, was den Tieren die Verbreitung in der Kanalisation erleichtert habe.

Deshalb wird die Bekämpfung der Tiere zurzeit intensiviert. Wo Ratten gesichtet werden, reagiert die Stadt: Dann werden sowohl die Kanäle mit Giftködern bestückt als auch über der Erde Kästen mit Ködern aufgestellt. Dennoch sollte Gift das letzte Glied in der Kette der Bekämpfung von Ratten sein, sagt Torsten Volkmar, Mitarbeiter der Schädlingsbekämpfungsfirma APC (Allround Pest Control) aus Nürnberg. Er arbeitet in Würzburg daran, die Ratten in Schach zu halten.

Mit Köderboxen werden Ratten vergiftet. Hier wird gerade ein Exemplar eine an der Leonard-Frank-Promenade aufgestellt. Foto: Angie Wolf

Ratten-Futter aus Gelben Säcken

Wo die Wanderratte gut an Nahrung kommt, wird sie sesshaft. Deshalb geht der wichtigste Appell der Stadt in Sachen Ratten an die Bürger: "Nahrungsmittel nicht einfach wegwerfen, gelbe Säcke erst kurz vor Abfuhr auf die Straße stellen, Enten oder Tauben nicht füttern", fordert Helge Grob. Gerade Gelbe Säcke sind ein gefundenes Fressen für die Nager.

Ein großes Problem: Jemand zerstört Köderboxen

Würzburg hat ein weiteres Problem. Wie Stadtsprecher Christian Weiß bestätigt, gibt es Widerstand gegen die Rattenbekämpfung. So wurden im Ringpark mehrmals Köderboxen unbrauchbar gemacht. Außerdem soll im Parkbereich am Sanderring immer wieder Getreide ausgestreut werden. Inzwischen hat die Stadt Schilder aufgestellt, die darauf aufmerksam machen, dass die Vergiftung von Ratten notwendig ist. Denn Ratten sind Krankheitsträger. Der Kontakt mit ihnen kann daher gesundheitsgefährdend sein.

Der Blick in eine Köderbox. Hier ist Gift platziert. Foto: Angie Wolf