Hohe Tanzkunst beim ersten Vorentscheid des mainDing-Dance-Contests 2016 auf dem Kitzinger Stadtfest.

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Tänzerinnen beim ersten Vorentscheid des mainDing-Dance-Contests 2016 auf dem Kitzinger Stadtfest. Foto: Silvia Gralla
Wenn die Kitzinger Kaiserstraße am helllichten Samstagnachmittag unter fetten Beats erbebt, dann kann das eigentlich nur eines heißen: Die Crews vom mainDing-Dance-Contest suchen auf der Main-Post-Bühne beim Stadtfest die Besten unter ihresgleichen. Wobei die fetten Beats nicht bei jedem Tänzer zu hören waren: Drei Teilnehmer aus dem Bereich Modern Dance verzauberten mit zarteren Klängen und ballettartigen anmutigen Bewegungen.

Einer von ihnen ist Peter Schild, der sich auf der Bühne schon dadurch von seinen Konkurrenten unterscheidet, dass er Ballettschuhe trägt und ein Muskelshirt statt dem Schlabberlook der Hip-Hopper. Wie er selbst sagt, tanzt er seit 16 Jahren und ist aus Nürnberg nach Kitzingen gereist. Seine klare Körpersprache, die akkurat getanzten Figuren und wohl auch der Ausdruck und seine Mimik haben die Jury überzeugt: Er darf nach er ersten Runde zusammen mit acht anderen noch einmal antreten.

 

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Er ist aber nicht der einzige, der von weiter her nach Kitzingen aufs Stadtfest gefunden hat. Ein großer Tross aus Solotänzern und Gruppen ist aus Ansbach gekommen und sogar aus dem nicht fränkischen Ausland, aus Hemsbach bei Mannheim, ist eine Gruppe angetreten. Adem Can, der zusammen mit Christoph Grütz den Contest vor rund zehn Jahren ins Leben gerufen hat, freut sich über die gute Beteiligung und vor allem über die hohe Qualität, die auf der Bühne gezeigt wird. So haben etwa die „Power Twisters“ aus Ansbach, die bei ihrer Performance mit schweren Stiefeln die Bühne beben lassen, den dritten Platz bei den Europameisterschaften belegt. Da war der erste Platz im Gruppen Contest am Samstag ja fast schon Ehrensache.

 

 

„So lange es solche Trainer und Tanzschulen gibt“, meinte Adem Can, „mache ich mir um den Real Hip-Hop keine Sorgen.“ Aber auch seine eigenen Schützlinge können sich sehen lassen. Die Formation „Chance to Dance“, die sich aus Schülern der KDS-Tanzschulen in Würzburg und Kitzingen zusammensetzt, darf sich derzeit Deutscher Meister 2015 nennen und für 2016 stehen die Chancen für den Titel nicht schlecht – diesmal allerdings in der Altersklasse der „Großen“. Am Samstag in Kitzingen nehmen sie den zweiten Platz mit nach Hause. Zu der Crew gehört auch die zwölfjährige Leonie Geiger, die auch bei den Solotänzern antritt. Mit ihrem Auftritt heizt sie die Menge vor der Stadtfestbühne richtig an, man mag kaum glauben wie viel Power und Selbstbewusstsein in dem Mädchen steckt.

Es reicht auch bei ihr für die zweite Runde, in der sie noch einmal alles gibt und ihre Fans vor der Bühne sie lautstark anfeuern. Dennoch schafft sie es nicht unter die ersten drei, also ins Finale, das beim Würzburger Stadtfest ausgetragen wird. Aber Adem Can und seine Jurykollegen ziehen noch ein Ass aus dem Ärmel: Für das Finale gibt es zwei Wildcards, also zwei Tänzer dürfen nachrücken obwohl sie nicht qualifiziert wären. Neben Leonie hat dieses Glück auch Robin Heiden. Er überzeugt mit einer roboterhaften Choreografie und gibt dann ganz locker gegenüber dem Moderator zu: „Naja, das meiste improvisiere ich wenn ich auf der Bühne stehe. Einen festgelegten Ablauf gibt es bei mir nicht.“

Eine Souveränität, die man ihm auf den ersten Blick nicht ansieht. Souverän sind sie aber alle, die da oben die Bühne rocken. Die kleinste Solistin ist Savannah mit gerade sechs Jahren die jüngste Teilnehmerin – seit eineinhalb Jahren ist Tanzen ihr Hobby und sie hat die Bühne im Griff als hätte sie nie etwas anderes getan. Gerade die jüngeren Tänzer ernten heftigen Applaus beim Publikum, im Wettkampf mit den Großen reicht es jedoch bei keinem von ihnen für das Finale.

Ein Grund, weshalb Adem Can ankündigte, beim nächsten Mal vielleicht einen gesonderten Kids Contest zu veranstalten, sodass sich Gleichaltrige untereinander messen können. Für diese Mal bleibt den Jsüngeren nur die Chance, bis zum nächsten Mal noch mehr zu trainieren und dann besser abzuschneiden. Was unzweifelhaft geschehen wird, so motiviert wie alle auf dem Platz sind.

In fünf Kategorien wurden die Tänzer von der Jury bewertet. Dazu zählte etwa der Ausdruck, wie der gesamte Raum der Bühne genutzt wird, das exakte Timing zur Musik und die Körperkomposition. Einer, der wohl in allen Bereichen überzeugte, war am Ende Peter Schild aus Nürnberg. Mit seiner Performance holte er sich den ersten Platz und darf beim Finale in Würzburg wieder antreten. Auch die Zweitplatzierte Lara Rößling kam aus dem Modern Dance-Fach. Das heißt, obwohl am Nachmittag die Beats und der Bass die Musikauswahl dominieren, überzeugten am Ende die ruhigeren Klänge und Choreographien der Modern Dancers. Auf das Finale beim Würzburger Stadtfest am 17. September darf man gespannt sein.

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