Warnstreik / Streik / Demo
Foto: Bernd Thissen (dpa)

Würzburg

Mehr Freizeit statt mehr Geld: So ticken mittlerweile die Unterfranken

Die Löhne in der Region sollen und werden weiter steigen. Auch, wenn der wirtschaftliche Aufschwung etwas weniger stark ausfallen wird, als es noch in den letzten Jahren prognostiziert war. Das betont Frank Firsching, Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Unterfranken. Von Seiten der Gewerkschaften sollen in der Region rund 5,5 bis sechs Prozent mehr Lohn bezahlt werden.

Beschäftigte stehen auf mehr Freizeit

Während die einen gerne mehr Schotter auf ihrem Konto haben wollen, gibt es mittlerweile aber auch einen erstzunehmenden Gegentrend. Firsching betont die Forderung nach mehr Arbeitszeit-Souveränität. Das sei ein neuer Trend in der Tarifpolitik. Ein Beispiel: Wenn Arbeitnehmer in der Region vor die Wahl gestellt werden, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit möchten, gibt es immer mehr, die sich für die Freizeit entscheiden. Der Arbeitgeber kann das zum Beispiel über zusätzliche Urlaubstage regeln.

Arbeitnehmer fordern bei einer Demo eine Wahloption auf eine Verkürzung der Arbeitszeit. Foto: Lino Mirgeler (dpa)

 

Zuletzt war in Bayern die Forderung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach einem Arbeitstag über die acht oder zehn Stunden hinaus laut geworden. Laut Frank Firsching gehe das in die komplett falsche Richtung – das zeige gerade der Wunsch nach mehr Freizeit ganz deutlich.

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