Straßenbahn / Straba
Foto: Daniel Peter

Würzburg

Mehr Geld für Bus und Straba: Stadtrat könnte höhere ÖPNV-Tarife stoppen

UPDATE: Der Stadtrat hat sich gegen eine Erhöhung der Gebühren ausgesprochen. Nachlesen könnt Ihr das hier!

Wie berichtet, könnten bald die Ticketpreise für Straßenbahn und Bus im Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken (VVM) steigen :  Schon zum 1. August um durchschnittlich 3,36 Prozent.  Der Aufsichtsrat der Würzburger Straßenbahngesellschaft (WSB) und der Aufsichtsrat der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (WVV) haben der Tariferhöhung bereits zugestimmt.

Blockiert der Stadtrat die Pläne des VVM?

Am heutigen Donnerstag entscheidet der Stadtrat darüber. Und er könnte die Pläne der Verkehrsunternehmen blockieren. Denn schon im Hauptausschuss gab es mehr Kritik als Zustimmung. Ein Überblick.

Warum sollen die Preise eigentlich steigen?

Begründet wird die Erhöhung vor allem mit der Kostenentwicklung in den Bereichen Antriebsenergie (Strom für die Straßenbahn und Dieselkraftstoff für die Busse) und auch mit der Lohnentwicklung.

Das soll teurer werden

Die Erhöhung würde in erster Linie diejenigen betreffen, die regelmäßig den ÖPNV in Würzburg nutzen. Denn während beispielsweise die Preise für Monatskarten steigen (um 1,60 Euro), bleiben die Kosten für Einzelfahrtscheine in der ersten Tarifzone unverändert bei 2,80 Euro.

Wie steht Würzburg im Vergleich mit anderen Städten da?

Im Vergleich mit ähnlich großen Städten wie Ulm, Heilbronn und Heidelberg ist eine Einzelfahrt zwar teurer, dennoch ist Würzburg bei den Monatskarten zum Teil deutlich günstiger. Azubis und Schüler fahren in Würzburg (nach der Erhöhung) zum Beispiel für 39,20 Euro in Straba und Bussen, in Heidelberg müssten sie dafür 56 Euro zahlen.

Und die letzte Erhöhung war wann genau?

Bereits zum August 2018 sind die Fahrkarten teurer geworden. Nachdem der Stadtrat bei einer Fahrpreiserhöhung von damals vorgesehenen 3,64 Prozent für Busse und Bahnen nicht mitgespielt hat, konnten die Preise nur um 2,9 Prozent erhöht werden.

Das hat der Stadtrat zu sagen:

Am Donnerstag kann der Stadtrat zumindest die Erhöhung um durchschnittlich 3,36 Prozent blockieren. Falls das geschieht, können die Verkehrsbetriebe laut Gesellschaftsvertrag der WVV (Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe) ihre Gebühren nur um den Prozentsatz von 2,9 Prozent selbstständig anheben – mehr ist nur mit Zustimmung des Stadtrates möglich.

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