Flixbus
Foto: Boris Roessler (dpa)

Nürnberg

Mittelfranken: Mann masturbierte vor 24-Jähriger in Flixbus, sie bat online um Hilfe

In einem Flixbus von München nach Berlin ist es vor wenigen Tagen zu einem ekligen Zwischenfall sexueller Belästigung gekommen, an dem tausende Jodel-Nutzer teilhaben konnten. Betroffen war eine 24-Jährige, die die ungenierte Selbstbefriedigung eines 26-Jährigen miterleben musste.

Die Frau, die von der bayerischen Landeshauptstadt nach Bayreuth fahren wollte, wusste sich nicht anders zu helfen und bat online um Hilfe. Innerhalb kürzester Zeit reagierten hunderte User der App „Jodel“, anfangs teils noch mit witzigen und auch hämischen Kommentaren. Spätestens nach einem Beweisfoto der Situation – mit einigem Detailreichtum, den so keiner erwartet hatte – gab es ernsthafte Ratschläge, wie sich die Passagierin verhalten solle.

Flixbus-Fahrer bezeichnete den Mann lediglich als „Saubär“

Nachdem zwei Hinweise der jungen Frau an den Fahrer des Flixbusses scheinbar erfolglos blieben (er bezeichnete den Mann einfach als einen „Saubär“ und wollte die Situation am Zielort auflösen), motivierten zahlreiche Jodler die 24-Jährige, sofort die Polizei zu rufen.

Die rückte dann auch an, nachdem die Betroffene die Beamten regelmäßig up to date hielt, wo sich der Bus aktuell befindet. In der Nähe von Nürnberg konnte der Bus angehalten werden. Laut einem Bericht der Neon, wurde der Mann von der mittelfränkischen Polizei mit aufs Revier genommen. Durch das Beweisfoto der Frau war die Geschichte wasserdicht. Er muss sich daher wegen exhibitionistischer Handlungen verantworten. Darauf gibt es laut Strafgesetzbuch eine Geldstrafe oder in Härtefällen auch eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Auch das Unternehmen Flixbus ist über die Schweinerei informiert worden. Der Konzern kündigte an, den Fahrer „nochmals umfassend“ auf den Service im Bus hinzuweisen. Außerdem wurde ein Statement des Busfahrers angefordert.

Hier könnt ihr die Geschichte in einer Art Jodel-Liveticker nach wie vor verfolgen:

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