Die Hafentreppe am Kraftwerk war bereits zwei Mal Schauplatz eines großen Polizeieinsatzes. Foto: Thomas Obermeier

Würzburg

Nach Hafentreppe: Würzburg droht ein neuer Kriminalitätsschwerpunkt

Gut drei Monate nach den Polizei-Razzien hat sich die Situation im Alten Hafen deutlich verändert. Vor ein paar Monaten chillten hier Hunderte von Jugendlichen, man könnte fast von einer Partymeile am Alten Hafen in Würzburg sprechen. Einige davon feierten lange und laut, ließen Müll liegen. Einige wenige begingen Straftaten. Für die Polizei war das Areal deshalb ein "gefährlicher Ort". Um kriminelle Jugendliche zu finden und Jugendschutz durchzusetzen, führte sie an der Hafentreppe im Februar und März Razzien durch.

Nur eine Ruhestörung und viel weniger Müll

Wie ist die Situation heute? "Die Sicherheitslage im Alten Hafen, insbesondere auch im Bereich der Hafentreppe, hat sich beruhigt", sagt Björn Schmitt, Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken. Laut Polizei ist in den vergangenen Monaten nur ein Fall von Ruhestörung gemeldet worden, auch die Müllverschmutzung sei deutlich zurückgegangen.

Das hat einen einfachen Grund: Es sind keine feiernden Jugendgruppen mehr da. Das bestätigen sowohl die Polizei, die hier nur "vereinzelt auf Kleingruppen" trifft, wie auch Straßensozialarbeiter. Diese wurden nach Bekanntwerden von Problemen im Alten Hafen beauftragt, regelmäßig hier vorbei zu schauen.

Die Innenstadt von Würzburg rückt in den Fokus der Polizei

Die Polizei ist aktuell an anderen Stellen der Innenstadt beschäftigt. Wie Polizeisprecher Schmitt mitteilt, ist es im Bereich hinter der Marienkapelle in den vergangenen Wochen vermehrt zu Straftaten gekommen. Meistens seien in der Katharinen- und der Maulhardgasse sowie im Hahnenhof Sachen beschädigt worden, vereinzelt wurden Körperverletzungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert.

"Auch Beschwerden über lärmende, alkoholisierte Jugendliche waren Anlässe für Polizeieinsätze in diesem Bereich", sagt Schmitt. Als Reaktion sei die Polizeipräsenz deutlich erhöht worden, um zu verhindern, dass sich hier ein Kriminalitätsschwerpunkt bildet.

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