Supermarkt (Symbolbild)
Foto: Marcel Kusch (dpa)

Lichtenfels

Oberfränkischer Supermarkt weist Mutter öffentlich zurecht – das Netz feiert

Ist ein Job hinter der Fleischtheke ein Drohmittel für die berufliche Zukunft eines Kindes? Wenn es nach einer Mutter geht, die am vergangenen Mittwoch im oberfränkischen Lichtenfels ihre Einkäufe erledigen wollte, dann ja. Laut einem Facebook-Posting von Edeka Werner am Obermain zeigte die Mutter auf eine Mitarbeiterin des Ladens und sagte: „Wenn Du weiterhin nichts für die Schule lernst, dann stehst Du auch mal dort hinten!“

Edeka Werner mit öffentlicher Facebook-Botschaft für die Mutter

Dieser Spruch löste offenbar so unmittelbare Reaktionen in der Belegschaft hervor, dass der Supermarkt nur kurze Zeit später eine Botschaft an die Mutter verfasste und per Facebook verbreitete. Mit diesem Posting wollte die Edeka-Filiale vor allem darauf hinweisen, dass in den Märkten qualifiziertes Personal arbeite und ein Job hinter der Wursttheke mitnichten einen sozialen Abstieg bedeute. Zum Abschluss des Statements wurde es ganz persönlich:

"Einen Abschluss in Empathie und Menschlichkeit, Respekt und Wertschätzung erhält Ihr Kind nicht in der Schule - aber das erledigen wir später gerne für Sie. Falls Ihr Kind doch den Abschluss schafft und mit etwas Glück vielleicht dann doch hinter unserer Fleischtheke steht und eine Ausbildung macht, dann werden Menschen wie Sie trotzdem mit einem Lächeln bedient, da es bei uns gelernt hat, dass jeder Mensch Respekt verdient. Auch wenn es manchmal etwas schwerer fällt!”

Die Zeilen gingen nur wenige Minuten später viral. Über 70.000 Likes (Stand: Freitagmittag) und über 6.000 Kommentare trudelten unter der Botschaft ein. Andrea Schmelzer verfasste unter dem Posting den derzeit beliebtesten Kommentar: "Ein Hoch auf den Chef, der so hinter und für seine Mitarbeiter steht! Da könnten sich andere Chefs eine riesengroße Scheibe abschneiden."

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