Rettungsaktion in Geiselwind
Die Höhenretter seilten sich vom Hubschrauber ab, um jeden der 21 festsitzenden Parkbesucher einzeln nach unten zu fliegen. Foto: Frank Weichhan

GEISELWIND

Rettungsaktion im Freizeit-Land Geiselwind: Besucher steckten fest

Aufregung am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr im Geiselwinder Freizeit-Land (Lkr. Kitzingen): Der 95 Meter hohe Turm "Top of the world" blieb im oberen Drittel unvermittelt stehen und steckte laut Polizei mit insgesamt 21 Besuchern auf rund 60 Meter Höhe fest. Normalerweise dreht sich Kabine während der Fahrt gemächlich um den Turm. Maximal passen 132 Besucher hinein. An diesem Nachmittag ging jedoch auf einmal nichts mehr.

Die erste Überlegung der Höhenretter: die Besucher abseilen. Jedoch entschieden sie sich nach Absprache mit den Passagieren für eine Rettung mit dem Hubschrauber. Vier Höhenretter seilten sich ab. Sie beruhigten die festsitzenden Besucher und bereiteten sie für den Abtransport vor.

Rettungsaktion im Freizeit-Land Geiselwind
Im Freizeit-Land Geiselwind steckten 21 Besucher im Aussichtsturm fest. Foto: Berthold Diem

 

Ein Passagier nach dem anderen wurde aus der Gondel geholt. Für diese Rettungsaktion waren drei Hubschrauber von den Höhenrettern, der Polizei und der Bundeswehr notwendig. Ein Kind, das in der Gondel gefangen war, wollte nicht mit dem Hubschrauber gerettet werden. Schließlich wurde es von den Helfern am Ende von der Gondel abgeseilt. Erst kurz vor 20 Uhr waren alle 21 Besucher wieder am Boden - kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Hälfte der geretteten Besucher waren Kinder

Etwa die Hälfte der 21 Geretteten waren Kinder. Laut Polizei holte sich ein Kind eine Beule beim Ausstieg aus der Gondel, ansonsten blieben alle Beteiligten unverletzt. Insgesamt waren rund 80 Rettungskräfte – Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz – im Einsatz. 

Rettungsaktion in Geiselwind
Geschafft: Einer der Geretteten hat wieder Boden unter den Füßen. Foto: Berthold Diem

Fahrgeschäft seit 1998 im Park 

Laut Wikipedia wurde der Turm 1995 in Betrieb genommen. Er reiste zunächst von Rummel zu Rummel und war der höchste bislang gebaute transportable Aussichtsturm.

Lange war Top of the world allerdings nicht unterwegs: 1998 erhielt das Fahrgeschäft seinen festen Platz am Rande des Freizeit-Landes und ermöglicht seither einen Ausblick auf das Steigerwald-Vorland.

Hier seht ihr das Video von der Rettungsaktion:

Du möchtest mehr von mainDing.de sehen? Dann folge uns fix auf Facebook, Snapchat oder Instagram!

Geht immer