Blitzer / Radar / Radarfalle
Rentieren sich Blitzerfallen für die Stadt Würzburg oder ist das Ganze doch nur ein Geschäft, bei dem draufgezahlt wird? Foto: Christophe Gateau (dpa)

Würzburg

So viel Geld verdient die Stadt Würzburg durch Radarfallen

Wenn einem das rote Lichtchen aufgeht, kann es teuer werden. Sowohl mobile als auch fest aufgestellte Blitzanlagen haben schon manchen Autofahrer hunderte Euro pro Jahr gekostet. Für die Geschwindigkeitsüberwachung sind in Bayern grundsätzlich die Gemeinden, Märkte und Städte zuständig – das bestätigt ein Sprecher des Innenministeriums.

Jede Stadt kann selbst entscheiden, ob sie die Verkehrsüberwachung durchführen, sich dafür in Zweckverbänden zusammenschließen oder diese der bayerischen Polizei überlassen. Von den 2056 Kommunen in Bayern blitzen 685 derzeit selbst - und können so die Bußgelder behalten, müssen aber die Kosten für die Überwachung tragen. In Regensburg und München entsteht dadurch beispielsweise ein Minusgeschäft.

Wie sieht es in Würzburg mit dem Blitzer-Geschäft aus?

Anders sieht es beispielsweise in Augsburg und Würzburg aus. Die Radarkontrollen bringen ein Plus für die Stadtkasse. In Würzburg sind das 650.000 Euro bei 360.000 Euro Ausgaben. Zwei Dienstfahrzeuge mit zwei Mitarbeitern sind für dieses Geschäft regelmäßig unterwegs.

Deutlich mehr Ausgaben durch Parkraumüberwachung

Dass in Würzburg Blitzer für Einnahmen sorgen, habe damit zu tun, dass Radarkontrollen an besonderen Gefahrenstellen oder an solchen Orten stattfinden, wo sich Bürger über zu schnell fahrende Autos beschweren. Das bestätigte der Pressesprecher der Stadt, Christian Weiß.

Weiß betont jedoch, dass die Blitzer-Kontrollen von der Parkraumüberwachung zu trennen sein. Hier entstünden erfahrungsgemäß mehr Ausgaben als Einnahmen.

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