Star Wars
Joonas Suotamo als Chewbacca, Oscar Isaac als Poe Dameron, Daisy Ridley als Rey und John Boyega als Finn in "Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers". Foto: Lucasfilm Ltd. & TM./Walt Disney

Kommentar

Star Wars 9 ist eine galaktisch komische Angelegenheit - eine Kritik

Achtung, nicht 100 Prozent spoilerfrei!

Mit „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ endet die Fortsetzung der legendären Star-Wars-Reihe aus den 70er und 80er Jahren. Die Trilogie der Trilogie ist mit diesem neunten Teil abgeschlossen – ein bitter schmeckender Abschluss. Gerade deshalb, weil der Film so zuckersüß und unschuldig ausgefallen ist, wie es unter der Schirmherrschaft von Disney zu befürchten war.

Der Weg zurück zum Original funktioniert für Millenials nicht

Regisseur J. J. Abrams musste sich bereits bei seinem Star-Wars-Debüt „Das Erwachen der Macht“ vorwerfen lassen, die Pfade der Originale platt zu trampeln. Das gilt auch für den Aufstieg Skywalkers. Mit Gewalt werden Szenen den alten Figuren und Wesen übergestülpt. Star Wars 9 ist der Versuch, die Originale zu kopieren und mit viel Technik aufzuwerten.

Für die Millenial-Generation, die mit der Vorgeschichte von Star Wars und einem kleinen Anakin Skywalker aufgewachsen ist, funktioniert das nur bedingt. Spätestens als zur Filmmitte von "Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers" Mark Hamill alias Luke Skywalker in Form einer Lichtgestalt auftaucht und seinen alten Raumflitzer aus den Tiefen des Meeres reaktiviert, zeigt sich die komische, um nicht zu sagen befremdliche, Seite dieses neuen Sternenkrieges. 

Seit wann kann die Macht einfach so Raumschiffe aus den Tiefen des Meeres heben? Oder einfach riesige Raumgefährte in der Luft stoppen. Die Macht war in der Vergangenheit deutlich schwieriger zu kontrollieren.

Positiv: Carrie Fisher digital reanimiert

Als positive Reanimation des Filmes zeigt sich die der bereits verstorbenen Carrie Fisher, die seit Anbeginn Prinzessin Leia verkörperte. Sie wurde mit allen technischen Raffinessen auf die Leinwand zurückgeholt. Und dann in einer unwürdigen Todesszene einfach von der Leinwand entfernt. 

Zu wenig Dramatik, zu wenig Mut

Star Wars 9 ist ohne Biss, ohne filmische Dramatik und fühlt sich zeitweise wie Gruppenkuscheln an. Ein schüchterner Kuss zwischen zwei alten Erzfeinden bestätigt, wie erzwungen harmoniebedürftig dieser Abschluss einer Ära ist.

Bitte nicht falsch verstehen. Es ist nicht so, dass sich der Kinogänger beim Schauen der 155 Minuten von Star Wars 9 direkt mit dem Lichtschwert entleiben möchte. Es ist nur so, dass der Film kein besseres Prädikat als mittelmäßig verdient. Für eine legendäre Filmreihe wie Star Wars ist das nicht mehr und nicht weniger als eine schriftliche Backpfeife.

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