Hotel / Luxushotel
Ein Hotelzimmer im Hotel Atlantic in Hamburg. Wer hier beispielsweise das Wandbild mitnehmen würde, ist ein Dieb. Foto: Christian Charisius (dpa)

Würzburg

Was darf man in einem Hotel mitgehen lassen und was nicht?

Frische Bettwäsche, intensive Duftstäbchen, besondere kleine Seifentuben in den Badezimmern und dann diese kuscheligen Bademäntel: Wer eher selten in Hotels unterwegs ist, kann sich von deren Ausstattung schnell begeistern lassen. Da wandert als kleines Souvenir dann auch gerne die bereits benutzten und besonders riechenden Duschgels in die Handtasche. Und weil sowieso ein neuer Bademantel für die eigenen vier Wände fällig ist, wird der weiße Flausch auch noch in den Koffer gepackt.

So etwas passiert in der Praxis – und zwar jeden Tag. Und es ist Diebstahl, betont Christopher Lück, Sprecher des Hotelverbands Deutschland (IHA) gegenüber Travelbook: „Genau genommen darf man aus dem Hotelzimmer gar nichts mitnehmen.”

Nicht alles wird geahndet: Die Kulanz der Hotelliers

Wer jemals in einem Hotel übernachtet hat, weiß aber, dass diese alltäglichen Diebstähle nicht zur Anzeige gebracht werden. Bei kleineren Gebrauchsgegenständen bleiben Hotelliers kulant, wenn diese nach dem Checkout des jeweiligen Gasts fehlen. Dazu gehören beispielsweise Notizblöcke, Bade-Zubehör, Kugelschreiber oder sogar Badeschuhe. Auch bei Handtüchern oder Bademänteln drücken manche Hotelliers noch ein Auge zu, obwohl in vielen Hotels bereits eine pauschale Gebühr für das Leihen von Bademänteln verlangt wird. Diebstähle dieser aufgezählten Kleingegenstände seien schwer nachzuweisen, daher verzichten die Hotelbetreiber meist auf eine Anzeige beim Verschwinden dieser Gegenstände.

"Gestohlen wurde wohl schon so ziemlich alles"

Anders verhält es sich laut einem Bericht von Travelbook aber bei Gegenständen wie Kunstwerken, TV-Geräten oder sogar Matratzen. „Gestohlen wurde wohl schon so ziemlich alles, von duftenden Seifen, exklusiven Shampoos, bequemen Hausschuhen, über Kissen und Bettwäsche bis hin zum Toilettensitz und Fernseher, Lampen und Pflanzen, Wandgemälden oder Glühbirnen“, weiß Lück. Kaum zu glauben: Umso mehr Sterne das Hotel besitzt, umso frecher werden die Diebe.

Fakt ist: „Hoteldiebstahl ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine strafbare Handlung“, warnt Lück. Er empfiehlt, im Zweifel lieber noch einmal an der Rezeption nachzufragen, ob das jeweilige Objekt der Begierde bei der Abreise tatsächlich im eigenen Koffer landen darf.

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