Ausschnitt des Filmplakats von "Black Mirror: Bandersnatch" Foto: Netflix (Screenshot Facebook)

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Was haltet Ihr vom ersten interaktiven Netflix-Film „Black Mirror: Bandersnatch“?

Obwohl schon seit 2011 im britischen Fernsehen zu sehen, verhalf erst Netflix der Science-Fiction-Serie „Black Mirror“ zu internationaler Aufmerksamkeit. Seit Ende 2017 ist die dystopische Serie beim weltweit größten Streaming-Anbieter zu sehen. Gesellschaftskritisch, dunkel und am Rande des guten Geschmacks (vor allem gleich die erste Folge) zeigt diese Serie mittlerweile in der dritten Staffel (die Vierte ist schon abgedreht) nur wenig erbauliche Zukunftsszenarien der Menschheit.

Doch damit nicht genug: Mit „Black Mirror: Bandersnatch“ knüpft Netflix thematisch an die düstere Gestaltung der Serie an, liefert aber erstmals einen kompletten Film dazu. Und der ist sogar noch interaktiv. Das bedeutet: Der Zuschauer kann per Maus, Tastatur oder Fire-TV-Fernbedienung die Handlung des Films an gewissen Punkten selbst weitersteuern. So ergeben sich unterschiedliche Enden des Films und immer wieder neue Wendungen, die mal in eine Zeitschleife schicken, mal zu einem völlig neuen Punkt der Handlung führen.

Interaktive Filme sind eine absolute Neuheit

„Black Mirror: Bandersnatch“ ist der erste interaktive Film auf Netflix und ist somit eine absolute Neuheit der Filmszene. Hier verschmilzt Gameplay mit Kinoatmosphäre. Was aufgrund dieses neuen Ansatzes eigentlich nur toll sein kann, kommt nicht bei allen an.

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Während Michael A. auf der Netflix-Facebookseite noch schreibt: „Richtig kranke Scheiße!!! Brauch jetzt einen Schnaps. 5 Sterne von mir” und dafür noch 53 Likes bekommt, erhalten auch User wie Daniel M. (“Interessanter Ansatz, leider nicht gut umgesetzt. Inhaltlich bleibt die Episode weit unter dem üblichen Black Mirror Niveau.“) oder auch Maximilian S. mit folgendem Kommentar große Zustimmung:

„Ich fand die Episode leider nicht so gut. Der interaktive Ansatz ist natürlich sehr innovativ und spannend. In manchen Szenen wird die vierte Wand sehr kreativ und faszinierend durchbrochen, das war klasse :) Aber davon abgesehen, war die Folge leider sehr durchwachsen. Die erste Hälfte fand ich noch recht gut, danach wird es irgendwie immer konfuser und verliert immer mehr den Faden. Wirklich schlüssig ist da am Ende nichts mehr und man fragt sich am Schluss eigentlich nur noch was das jetzt sollte. Des Weiteren merkt man leider in der zweiten Hälfte zunehmend, dass die ganze Handlung nur noch um die interaktiven Pfade herum gebastelt wurde und das da ansonsten keine großartige Substanz mehr dahinter steckt. Wäre dies eine "normale" Episode, dann würde sie sicherlich zu den schlechtesten von Black Mirror bisher gehören. Durch den kreativen Ansatz war es als "einmaliges Experiment" mal ganz interessant, aber ansonsten hoffe ich jetzt wieder auf eine herkömmliche neue Staffel mit besserer Qualität :)“

Leider macht bei manchen Leuten die Technik Schwierigkeiten

Ein Manko beim neuen interaktiven Netflix-Film ist und bleibt die Technik. Während manche Notebooks via App Probleme machen und den Film gar nicht abspielen, berichtete ein User auch davon, dass es Probleme bei Smart-TV-Geräten gäbe. Auch die Apple-TV-App sei ein Problem. Robert K. hatte leider auch kein Glück: „Jetzt könnte ich noch am PC, iPhone oder iPad schauen - aber wir wollten es im Familienverbund gemeinsam ansehen - und das kann man so einfach vergessen. Mit all dem Ärger ist mir obendrein auch der Gusto darauf vergangen.”

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