Unverpackt
In Marktheidenfeld entsteht ein weiterer Unverpackt-Laden in der Region. Foto: Helen Ahmad (dpa)

Marktheidenfeld

Weiterer Unverpackt-Laden für die Region - Trend setzt sich fort

Was macht Plastik mit unserem Körper? Die Frage und ihre Antwort waren es, die Tanja und Torsten Knes im letzten Jahr in ihrem Entschluss bestärkten: Am 6. März eröffnet das Paar aus Zimmern den ersten Unverpackt-Laden in Marktheidenfeld. "In der Reportage, die wir über das Thema gesehen haben, wurde gezeigt, dass bereits Kindern erhöhte Werte aufgrund von Mikroplastik im Blut haben", erzählt Tanja Knes. Das habe sie – selbst Mutter einer sechsjährigen Tochter – besonders erschreckt.

Familie kaufte selbst immer in Unverpackt-Laden in Würzburg ein

Wie ein Unverpackt-Laden funktioniert, kennt die Familie Knes aus eigenen Einkäufen in Würzburg. Seit 2017 gibt es dort einen Unverpackt in der Innenstadt. Das Konzept: Um Verpackungsmüll und Lebensmittelabfälle zu vermeiden, bringt die Kundschaft eigene Behälter mit, die im Laden selbständig befüllt werden.

In einer Facebook-Umfrage testeten sie dann zunächst das Interesse an der alternativen Einkaufsform in Marktheidenfeld – mit überwältigendem Ergebnis. "Wir haben bereits innerhalb der ersten 24 Stunden so viel positives Feedback bekommen, das hat uns selbst überrascht", erzählt Tanja Knes. Und darin bestärkt, die Sache anzugehen: Auch wenn nur die Hälfte der Leute, die sich dort gemeldet haben, kommt und einkauft, reicht das schon.

Tanja Knes und ihr Mann Torsten eröffnen im März einen Unverpackt Laden in Marktheidenfeld. Foto: Lucia Lenzen

Nicht alles ist bio

Bei ihren Produkten will der Familienbetrieb auf Regionalität und Bio-Qualität setzen. Wobei nicht alles bio sein muss. Vieles kann tatsächlich aus der Region geliefert werden, wie zum Beispiel Molkereiprodukte aus Hohenroth, Obst aus Marienbrunn, Leindotter-Öl aus Retzstadt oder Getreide und Kichererbsen aus Billingshausen.

Dass der Standort für den neuen Unverpackt-Laden Marktheidenfeld geworden ist, war nicht immer klar. Nachdem die ersten Informationen durchsickerten, bekamen Tanja und Torsten Knes einen Anruf von der Stadt Wertheim, die sie abwerben wollte. Auch Lohr wäre interessiert gewesen. Dort wäre die Konkurrenzsituation aber etwas größer gewesen, weshalb die Wahl auf Marktheidenfeld gefallen ist.

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