Foto: Wilde Liga Bayreuth

Würzburg

Wilde Liga Würzburg 2019 erstmals mit regionaler Champions League

Sie heißen 1. FC Würzgurk, Locomotive Mahatma Gönndir, Saufhampton Football Club oder auch Eintracht Prügel. Und sie alle waren vergangenes Jahr Teil der Wilden Liga in Würzburg. Seit 2017 organisiert die Wilde Liga, die ursprünglich im oberfränkischen Bayreuth entstanden ist, den Hobbyfußball in Würzburg. Jetzt laufen die Anmeldungen für die kommende Saison, die am 21. April starten wird.

Der Ball ist rund und das Spiel läuft 60 Minuten

Hobbykicker spielen in zwei Mal 30 Minuten in Sechserteams gegeneinander. Die Anzahl der Auswechslungen und der Ersatzspieler ist unbegrenzt. Gespielt wird immer auf regionalen Bolzplätzen, einen Schiedsrichter gibt es für die 60 Minuten Spielzeit nicht. Das sei aber kein Problem, denn „auch die zweite Saison in Würzburg lief super gut und fair ab“, freut sich Liga-Organisator Matze Liebeton. Die Beobachtung bestätigt auch Heiko Heckner, Kapitän der Wilde-Liga-Mannschaft „Turbine Heuchelhof“: „Nüchtern betrachtet ist die Wilde Liga entgegen der Befürchtungen sehr fair. Natürlich gibt es auch Mannschaften, die etwas motivierter sind, aber richtig unfair wurde es in den zwei Jahren nicht wirklich.“ 30 Teams nahmen im Auftaktjahr 2017 an der Liga teil, vergangenes Jahr waren es nochmal sieben Mannschaften mehr.

„Wilde Liga“: Turbine Heuchelhof verliert knapp gegen FC Biercelona
Turbine Heuchelhof Foto: Turbine Heuchelhof

Die jeweiligen Teams – von Liga eins bis Liga vier – organisieren sich über eine Online-Plattform selbst und bestimmen dort auch die Spielstätte, die je nach Gegner komplett unterschiedlich ausfallen kann. Vom strohgelben, mit Löchern gespickten und deutlich zu hoch gewachsenen Rasen bis hin zum frisch gemähten und mit ordentlichen Toren versehenen Fußballplatz treffen die Teams auf interessante Gegebenheiten. „Teilweise sind die Bolzplätze wirklich gesundheitsgefährdend“, bewertet Heckner die Situation. 

Vergangenes Jahr führte die Wilde Liga um Organisator Matze Liebeton erstmals eine Hin- und Rückrunde ein. „Das kam super an und deshalb werden wir die auch so beibehalten“, sagt Liebeton. 2019 können die Teams sogar selbst entscheiden, ob sie die komplette Hin- und Rückrunde spielen wollen, oder nur eine der Runden drehen möchten.

Die Besten spielen erstmals in einer Champions League

Erstmals möchte die Liga – laut Liebeton auf vielfachen Wunsch – auch eine Bestenliga einführen. Das sind nicht die Teams, die in der ersten der insgesamt vier Ligen spielen, sondern eben die besten der jeweiligen Ligen. Alle Meister und Zweitplatzierten der jeweiligen Liga spielen um den Titel im KO-Modus.

Fotoserie

Wilde Liga

Die Wilde Liga wird sozial

50 Euro kostet die Teilnahme regulär pro Team. Allerdings haben die Mannschaften erstmals die Möglichkeit, zusätzlich zehn Euro auf die Startgebühr zu legen. Diese gehe an die örtliche Tafel, sagt Liebeton. Die Kooperation laufe in Bayreuth seit fünf Jahren erfolgreich und möchte nun auch Würzburg mit Spenden bereichern.

Wer sich so engagiert, darf auch mal ein Bier trinken

Die Wilde Liga stellt den Spaß am Spiel in den Vordergrund. Da darf auch mal ein Bier geöffnet werden. Heckner scherzt: „Zu den wichtigsten Parametern bei einem wilden Liga-Spiel gehören neben der richtigen Aufstellung und Einstellung auch das Bier. Das ist während und nach dem Spiel ein essentieller Bestandteil.“

Wer auf den Geschmack gekommen ist und mitkicken möchte, meldet sich bis zum 31. März an.

Du möchtest mehr von mainDing.de sehen? Dann folge uns fix auf Facebook, Snapchat oder Instagram!