Wilde Liga
In Würzburg wartet 2020 erstmals ein größeres Turnier auf die Teilnehmer der Wilden Liga. Foto: Matthias Liebeton

Würzburg

Wilde Liga Würzburg vor Saison 2020: Erstmals eigenes Turnier geplant

2019 stand der „RB Leibnitz“ an der Spitze der Wilden Liga Würzburg. Er dominierte die erste Liga des Verbandes für Hobbykicker mit 22 Punkten. Stolze 7 Punkte vor dem Zweitplatzierten mit dem provokativen Wortspiel „Dumm kickt gut“. Schon die Teamnamen, die die Wilde Liga seit 2017 in Würzburg hervorgebracht hat, sind ein freches Grinsen wert.

In Würzburg gibt es bereits fünf Klassen, die in der Wilden Liga kicken

So spielt „Ballertdasdarein Istanbul“ ebenfalls als Erstligist, könnte hinsichtlich der Kreativität bei der Namensgebung aber auch den Drittligisten „SV Wüetnam“ oder dem „SV Wacker Durchsaufen“ unterliegen. Dieser Vergleich zeigt, dass es bei der Wilden Liga Würzburg um mehr als verbissenen Klassenkampf geht, weiß Matze Liebeton, der die Liga seit Jahren in Bayern organisiert: „Es geht darum, locker mit seinen Kumpels Fußball zu spielen und dabei noch um Punkte spielen und danach ein Bier zusammen zu trinken. Das wird von immer mehr Hobbyfußballern wahrgenommen.“ Die Liga floriert seit ihrem Startschuss in Würzburg im Jahr 2017. In mittlerweile fünf unterschiedlichen Klassen spielen die Mannschaften je nach Spielstärke gegeneinander.

Einer der Spielstätten der Wilden Liga Würzburg: der Bolzplatz in Rottendorf. Foto: Heiko Heckner

Ein Spiel ohne Schiedsrichter

In den bewährten Spielmodus des letzten Jahres möchte Liebeton 2020 nicht weiter eingreifen, da die Teams zufrieden seien. Ein Spiel dauert zwei Mal 30 Minuten, es gibt eine unbegrenzte Anzahl an Auswechslungen und Ersatzspieler. Das macht den fliegenden Wechsel der Spieler auf dem Platz zum gegebenen Standard der Liga. Einen Schiedsrichter gibt es nicht, die Teams entscheiden selbst darüber, welche Aktion fair war und welche nicht. „Die Spiele sind alle friedlich abgelaufen, was uns weiterhin bestärkt, ohne Schiedsrichter zu spielen“, bilanziert der Wilde-Liga-Organisator.

Trotz Corona: Wilde Liga möchte mit geplantem Turnier positiven Ausblick auf den Sommer geben

Vergangenes Jahr führte die Organisation aus Bayreuth erstmals eine regionale Champions League in Würzburg ein. Hier traten die Besten der Besten gegeneinander an, was auch 2020 der Fall sein wird. Auch für dieses Jahr hat sich Liebeton etwas einfallen lassen. Es wird ein Turnier im Sommer geben, wenn das Coronavirus es zulässt. Tatsächlich ist es Matze Liebeton wichtig, auch einen positiven Ausblick trotz des allseits dominierenden Pandemie-Themas zu setzen. Er sagt: „In Bayreuth ist das Unchained-Turnier schon zu einem Highlight geworden. Deshalb werden wir dieses Jahr zum ersten Mal eines in Würzburg veranstalten. Im Sommer wird daher ein Fußballfest stattfinden, auf Vereinsrasen und trotzdem im Wilde Liga-Style. Ihr dürft gespannt sein.“

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