Judith Aßländer aus Würzburg läuft ab 14. März 242 km durch die jordanische Wüste, Foto: Thomas Obermeier

Würzburg

Würzburgerin läuft über 200 Kilometer durch die Wüste - für den guten Zweck

Judith Aßländer ist 41 Jahre alt, aus Würzburg und arbeitet hauptberuflich für die Evangelische Jugendhilfe. In wenigen Tagen bestreitet sie das Abenteuer ihres Lebens – um ein Zeichen für Menschen auf der Flucht zu setzen.

Über 200 Kilometer durch die jordanische Wüste

Ab dem 14. März läuft die Würzburgerin beim Dead2Red-Marathon mit. Dead2Red - mit diesem Wortspiel ist der Weg gemeint, den die Läufer zurücklegen müssen: Vom Toten Meer bis ans Rote Meer. 242 Kilometer durch die jordanische Wüste. Sie absolviert das Rennen in einer Gruppe von zehn anderen Läufern.

"Richtige Ruhestunden wird es nicht geben. Auch bei der Ernährung werden wir uns wohl mit einigen Müsliriegeln und Bananen begnügen müssen. Wichtig ist natürlich ein Mindestmaß an Wasser." Bereits vor einem halben Jahr hat sie mit der sportlichen Vorbereitung für dieses Ereignis begonnen. "Laufen macht mir sowieso großen Spaß", sagt die Würzburgerin, "außerdem ist das ein tolles Teamevent. Und das Thema, auf das wir aufmerksam machen wollen, ist sehr bedeutend."

Für Flüchtlinge und benachteiligte Frauen und Kinder

Judith Aßländer und ihre Laufpartner haben ihre Teilnahme am Dead2Red-Marathon selbst finanziert. Sie nehmen das auf sich, um den medialen Fokus verstärkt auf die lebensbedrohliche Situation von Menschen auf der Flucht zu lenken. Allerdings soll damit auch auf diejenigen aufmerksam gemacht werden, die besonders unter dem Krieg in Syrien oder anderswo zu leiden haben: Frauen und Mädchen.

Die Würzburger Läuferin ist seit vielen Jahren herausragend in ihrem Einsatz für Flüchtlinge und Integration. Sie war aufgrund dessen bereits zweimal bei der Talkshow "Maischberger" zu Gast. So hat die Würzburgerin seit 2014 schon über 25 minderjährige Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Darüber hinaus sind zwei Flüchtlinge auch in der Familie geblieben. "Als Mutter fühle ich eine gewisse Pflicht, mich um die Jugendlichen zu kümmern, die ihre Familien in der Heimat verlassen mussten", sagt die 41-Jährige.

Deshalb ist sogar ihr Wohnhaus seit fünf Jahren eine staatlich anerkannte Erstaufnahmestelle.

Wer dem Dead2Red-Marathon folgen möchte, folgt auf Instagram einfach dem Account @arr_d2r.

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