Blind durch Junk Food
Ab und zu ganz lecker. Ausschließlich Pommes auf dem Teller können krank machen. Foto: Gilly | Unsplash

BRISTOL

Zu viel Pommes, Chips und Würstchen: 17-jähriger Junge erblindet

Viel Gemüse und Obst sind gesund. Das sagen uns unsere Eltern und Ernährungsexperten. Dass ab und zu mal eine Portion Pommes, eine fettige Pizza oder ein saftiger Burger trotzdem lecker sind, steht außer Frage. Doch kann Junk Food blind machen? 

Nur noch Fast Food seit der Grundschule

Einem britischen Jungen ist genau das passiert. Der heute 19-Jährige hat durch den jahrelangen Konsum von Pommes, Chips und Würstchen seinen Sehnerv massiv geschädigt. Hin und wieder kamen auch Schinken oder Weißbrot auf seinen Teller. Unter der starken Mangelernährung haben auch seine Knochen und sein Gehör gelitten. Fernsehen oder am PC arbeiten seien durch blinde Flecken im zentralen Gesichtsfeld nicht mehr möglich, schreiben Ärzte im Journal "Annals of Internal Medicine".

Schon seit der Grundschule habe der Junge aus Bristol nur noch Fast Food gegessen. Als er 14 Jahre alt war, wurden Ärzte auf den Fall erstmals aufmerksam. Damals klagte er über Müdigkeit. Ein Jahr später folgten Schwierigkeiten beim Hören. Im Alter von 17 stellten die Ärzte in der Augenklinik die Diagnose: beschädigter Sehnerv - irreparabel. Weitere Konsequenzen seiner jahrelangen Junk-Food-Diät sind ein Mangel an Vitamin B12 sowie anderen Vitaminen und Mineralien.

Seltene Essstörung als Ursache

Wie die BBC berichtet, sei der Grund für diese Mangelernährung die seltene Essstörung "Avoidant-restrictive Food Intake Disorder" (AFRID) - also eine vermeidend-restriktive Nahrungsaufnahmestörung. Betroffene dieser psychischen Erkrankung vermeiden bestimmte Nahrungsmittel aufgrund ihrer Textur oder Farbe. Anders als bei Essstörungen wie Anorexie geht es dabei nicht um Gewichtsverlust. Der Jugendliche ist normalgewichtig.

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