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Porno (Symbolbild) Foto: jmiks (iStockphoto)

Kalifornien

Millionen-Entschädigung für Opfer von Racheporno

Vor allem für Frauen ist es eine der wohl schlimmsten vorstellbaren Situationen: Nach dem Beenden einer Beziehung landen intimste Fotos und Sex-Videos von einem selbst auf verschiedenen Pornoseiten.

So ging es einer Kalifornierin, die sich 2013 von ihrem Freund getrennt hatte. Er begann, Nacktfotos und Porno-Videos der beiden hochzuladen und gab sich auf Online-Dating-Plattformen als seine Ex aus.

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Exfreund wollte dafür sorgen, dass sie sich umbringt

Die Frau wurde daraufhin mit Nachrichten von Fremden konfrontiert und fühlte sich selbst in ihren eigenen vier Wänden bedroht und musste zeitweise um ihr Leben fürchten. Ihr Exfreund stalkte sie zeitweise und wollte dafür sorgen, dass sie sich umbringt. Die New York Times berichtete von dem Vorfall.

Die US-Amerikanerin zeigte ihren Exfreund an. Vier Jahre nach dieser Anzeige gab es nun ein Urteil: 6,4 Millionen US-Dollar Entschädigung (etwa 5,2 Millionen Euro).

Die Summe beinhaltet 450.000 US-Dollar für Copyright-Verletzung, drei Millionen Dollar für emotionalen Schmerz und nochmalig die gleiche Summe für das Stalking.

Utopische Entschädigung für deutsche Verhältnisse

Die über 5 Millionen Euro Schmerzensgeld wären in Deutschland für die Justiz keine realistische Bestrafung. Hierzulande wird mit anderen Maßstäben und Verhältnissen geurteilt. So erhielt ein junger Mann vom Oberlandesgericht Hamm eine Geldstrafe von 7.000 Euro – für einen ähnlichen Fall, berichtet jetzt.de. Das Opfer litt danach jahrelang unter psychischen Problemen.

Was tun, wenn mich mein Ex stalked oder ich Fotos von mir ungewollt online finde?

Hier lautet unser Ratschlag: immer zur Anzeige bringen. Die Verbreitung und Veröffentlichung von Nacktbildern ohne Zustimmung ist strafbar und wird mit einem Jahr Gefängnis oder ebenfalls einer Geldstrafe belegt. Erfährt die auf den Bildern zu sehende Person noch einen Schaden, drohen bis zu drei Jahre Haft.