Jesus
Ein Mann, der auf kreuzartig gebundenen Ästen im Main schwamm, löste in Sennfeld (Lkr. Schweinfurt) einen größeren Polizeieinsatz aus. Foto: artphotoclub (iStockphoto)

Sennfeld

Mann schwimmt mit Kreuz im Main und hält sich für Jesus

Wenn Du glaubst, Jesus zu sein, solltest Du vielleicht besser nicht baden gehen. Denn auch hier ist es ein Problem, wenn Du Dein Fahrrad in einer Bucht liegen lässt – ohne Dich vorher bei jemandem abzumelden. Da hilft aller göttlicher Wille nicht.

So ist es in Sennfeld im Landkreis Schweinfurt geschehen. Die Wasserschutzpolizei suchte nach dem Besitzer eines Fahrrades, der sein Bike in der Schonunger Bucht liegengelassen hatte. Die Beamten vermuteten nach einem besorgten Anruf, dass eine hilflose Person im Wasser treibe.

Die Polizei fand dann allerdings einen Mann, der mit einem selbstgebastelten Kreuz aus Ästen im Main schwamm. Dieser behauptete, Jesus zu sein und die Welt retten zu wollen. Allerdings hatte er offenbar noch unchristliches auf dem Kerbholz.

Kirchenfigur beschädigt und Zeche geprellt

Der 49-Jährige gestand, als die Beamten ihn aus dem Wasser fischten, für Beschädigungen in der evangelischen Kirche in Sennfeld verantwortlich zu sein. Dort hatte er unter anderem eine Christusfigur aus einem Kreuz gebrochen. Außerdem besteht der Verdacht, dass der Mann in einem Gasthaus in Schonungen übernachtet und gegessen zu haben, ohne die Rechnung zu bezahlen. Bei ihm wurde ein entsprechender Schlüssel gefunden.

Nach dem eigenwilligen Badeerlebnis ging es für den Mann in die psychiatrische Klinik.