Alle kennen sie, viele lieben sie: Panini-Sticker erfreuen sich vor allem vor Weltmeisterschaften größter Beliebtheit. Alex und Sian Pratchett (beide 34) aus Oxford haben einen kreativen Weg gefunden, auf den Panini-Hype aufzuspringen – und nebenbei noch etwas Gutes zu tun.

Diese Panini-Bilder brachten 5.000 Euro! Foto: Screenshot Twitter

Auf ihrem Twitter-Account „Cheap Panini“ – also „Günstige Panini“ – geben sie sich ganz selbstbewusst: „682 Sticker, 32 Tage, ein Album und kein Talent“. Ihr Ziel ist es, mit selbst gemalten Bildchen Geld für karitative Einrichtungen in Großbritannien zu sammeln. Und das, obwohl sie gar nicht malen können, wie sie ehrlicherweise zugeben.

Schon 5.400 Euro gesammelt

Im Laufe der diesjährigen WM sind so bereits mehr als 4.800 Pfund (etwa 5.400 Euro) zusammengekommen. Den knapp 20.000 Followern gefällt´s. „Schnell wurde klar, dass unsere Zeichenkünste hoffnungslos waren, aber die Reaktion auf unsere verwackelten Kritzeleien auf Twitter und unserem Blog zeigte: je schlechter die Zeichnung, desto mehr Leuten gefiel es.“ In 22 Tagen hat das Duo über 460 Sticker gemalt und ist mittlerweile „müde, echt müde“, wie es schreibt. Doch Aufgeben ist nicht, denn 219 Porträts fehlen noch.

„Alte Hasen“ im Geschäft

Angefangen haben die Beiden bereits kurz vor der WM 2014, als Alex Pratchett neidisch auf die lizenzierten Sticker seiner Freunde blickte, seine Frau aber „recht vernünftig“ darauf hinwies, dass das Sammeln zu teuer sei. Also wurde gezeichnet. Zur EM 2016 sammelte das Paar aus Oxford dann erstmals Geld für gute Zwecke - umgerechnet 4500 Euro kamen damals nach ihren Angaben zusammen.

Und wie verkraftet man diesen Mal-Marathon? „Bis jetzt schaffen wir es gerade so, zu überleben, aber wir sind unglaublich müde“, sagt Alex Pratchett. Sportlich läuft es für die beiden schlechter: Ihr diesjähriger WM-Liebling Peru ist bereits ausgeschieden. Ärger mit Panini muss das Duo wegen der nachgemalten Bildchen übrigens nicht befürchten: Man sehe das sportlich, heißt es.