Im Kampf gegen Extremismus, Populismus und Rassismus: Würzburger pics4peaceYoungsters arbeiten an ihrem ersten Filmprojekt. Jetzt werden Mitwirkende gesucht.

Darsteller für Filmprojekt in Würzburg gesucht
Lucas Peuser ist Sprecher der pics4peaceYoungsters. Sie arbeiten an einem neuen Filmprojekt, um gegen Extremismus, Populismus und Rassismus aufmerksam zu machen. Foto: Clara Mertens

„Es wird eine Art soziales Experiment“, sagt Lucas Peuser (23), der Sprecher der pics4peaceYoungsters über ihr erstes Filmprojekt. Drehtag ist am 26. August. Es werden noch Menschen aller Altersgruppen gesucht, die Lust haben, als Darsteller mitzumachen.

Die Youngsters sind zehn junge Menschen, die sich innerhalb des Vereins pics4peace zusammengetan haben. Sie organisieren und unterstützen Projekte im Sinne dieser Würzburger Initiative, die von der ehemaligen Oberbürgermeisterin Pia Beckmann gegründet und geleitet wird. Pics4peace steht für Frieden, Freiheit und Demokratie. Die Idee der Gruppe junger Menschen ist, ein neues Medium für ihre Zwecke auszuprobieren: den Kurzfilm. „Bei unseren Treffen hat sich das genaue Konzept herauskristallisiert“, sagt Peuser.

Die Dreharbeiten

Ein Moderator wird den Darstellern bei den Dreharbeiten verschiedene Fragen stellen. Diese sind nach Peuser teilweise „banal, damit die Menschen locker werden und sich trauen, Emotionen zu zeigen. Aber es werden auch persönliche Fragen dabei sein.“ Wichtig ist den Initiatoren, dass man vor der Kamera authentisch und ehrlich ist.

Alle Fragen können mit Ja oder Nein beantwortet werden. Bei Ja soll die Person hervortreten, bei einem Nein stehen bleiben. „So entstehen neue Gruppen mit gleichen Ansichten, Ängsten und Sorgen. Es gibt sicherlich Überraschungen, denn es werden Menschen zusammenfinden, die man vorher nicht gleich eingeschätzt hat.“ Professionelle Unterstützung erhalten die Youngsters von Alex Draheim, der bei der Würzburger Firma Boxfish Film arbeitet. Nach Sponsoren für die Produktion suche die Gruppe noch.

Unterstützung von Pia Beckmann

Auch die Leiterin des Vereins, Pia Beckmann, unterstützt das Filmprojekt. „Ich glaube, dass der Film nachdenklich machen kann, Menschen berührt und sie feststellen, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht“, so Beckmann.

Es sei Hervorragend, dass nun junge Menschen die „Fäden in die Hand nehmen“ und somit Demokratie selbst gestalten. Durch solche Aktionen wie beispielsweise mit dem Kurzfilm hofft Beckmann, dass politische Aussagen hinterfragt werden. Denn sie macht sich Sorgen. Man merke wie Populismus und Extremismus in der Mitte der Bevölkerung angekommen sei, so Beckmann.

Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse

Im Oktober wird der Verein pics4peace auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Das neue Video der Youngsters soll dort seine Premiere feiern. Im Anschluss wird das Video auf den sozialen Netzwerken veröffentlicht mit der „Hoffnung, dass unser Video viral verbreitet wird", so Peuser.

Mit dem Film soll ein Zeichen gesetzt und „die Beteiligten, aber vor allem auch die Öffentlichkeit, dazu angeregt werden, sich Gedanken über Extremismus und Rassismus zu machen. Die Zuschauer sollen von den Antworten der einzelnen Personen überrascht werden. Man wird merken, dass nicht jeder in die Schublade passt, in die man sie vorher wegen äußeren Merkmalen gesteckt hat“, sagt Peuser.

Anmeldungen und Teilnahmebedingungen

Wer mitmachen möchte, kann sich unter pics4peace2018@gmail.com bewerben. Gesucht werden 80 Menschen aus allen Altersklassen. Die Bedingung zur Teilnahme sind, dass man am 26. August von 14 bis 18 Uhr Zeit hat. Der Film wird in der Sporthalle der Don Bosco Schule gedreht.