Name für Nautiland-Nachfolger gesucht
Die Bumerang-Form des Gebäudes lässt sich schon gut erkennen: Die Baustelle des Nautiland-Nachfolgebades mit dem Schwimmbereich in der rechten und dem Saunabereich in der linken Bildhälfte. Foto: Berthold Diem

Würzburg

Name für Nautiland-Nachfolger gesucht

Das Nachfolgebad des Würzburger Nautilands soll anders heißen. Ab Montag werden Vorschläge via Internet gesammelt. Der Bäder-Chef verrät, weshalb er das für eine gute Idee hält.

Zellermare, SchWÜmmbad, Festungsgeplätscher. Derartige Namensvorschläge für das Nachfolgebad des Nautiland gab es bereits im März nach dem Aufruf der Lokalredaktion Würzburg auf ihrer Facebook-Seite. Jetzt ist Kreativität sozusagen offiziell gefragt: Ab diesem Montag, 17. September, kann jeder auf der Webseite der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs  GmbH (WVV) einen oder mehrere Vorschläge machen, wie das neue Schul-, Sport- und Familienfreizeitbad samt großer Saunaanlage in der Zellerau heißen soll. „Daraus wollen wir dann den neuen Namen aussuchen. Ich bin überzeugt, dass ein guter und passender Vorschlag dabei sein wird“, ist Jürgen Athmer, Chef der bei der WVV angesiedelten Bädergesellschaft, optimistisch.                                  

Dieses „volksnahe“ Verfahren zur Namensfindung stand nicht von vornherein fest. Ursprünglich hatte man auch überlegt, eine Werbeagentur mit einzuschalten. Doch das ist vom Tisch. „Würzburg ist groß genug, damit reichlich Vorschläge kommen und am Ende auch was Vernünftiges“, gibt sich Athmer zuversichtlich. Er fügt an, dass sich natürlich nicht nur Würzburger beteiligen können, sondern jeder, der Interesse oder einen Bezug zum Bad hat und glaubt, eine gute Idee zu haben. Das können auch Mitarbeiter der WVV sein.  

Vorschläge bis Monatsende möglich

Ab Montag wird ein Kontaktformular auf der Webseite der WVV  freigeschaltet, auf dem Interessierte ihre Vorschläge eintragen können, samt Namen und Adresse. Öffentlich zu sehen sind die Vorschläge nicht. Gesammelt wird bis einschließlich 30. September. „Bis Mitte Oktober werden wir dann voraussichtlich wissen, wie das Bad heißen soll“, schätzt Athmer, dem Bürger schon Vorschläge geschickt haben. Der- oder diejenige, deren Vorschlag das Rennen macht, wird mit einer Jahreskarte fürs neue Bad belohnt.             

Wer über den Namen entscheidet? „Das ist Aufgabe eines neunköpfigen Komitees, unter anderem mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, also Stadträten, der Stadtverwaltung, sowie Vertretern von Vereinen, die das Bad nutzen“, erklärt der Bäder-Chef, selbst Mitglied des Gremiums. Den fachlichen Part soll ein neutraler Moderator übernehmen, der Marketing- und Werbe-Experte ist.                  

Der Name soll Jahrzehnte halten

Welche Namen gefragt sind? „Wir wollen einfach einen guten Namen“, sagt Athmer. Dieser solle werbewirksam und nutzbar für Flyer und ähnliche Werbemittel sein, zu Würzburg passen und – „nach Möglichkeit die nächsten 20 bis 30 Jahre halten“. Er persönlich wünsche sich eine Bezeichnung fürs Bad, die einen Bezug zu Würzburg und zur Region habe.            

Dass das neue Bad, das im Herbst nächsten Jahres eröffnet werden soll, nicht mehr Nautiland heißen wird, steht schon seit längerem fest. „Wir bauen ein neues Bad, und das soll auch einen neuen Namen haben“, erklärte der Bäder-Chef im Frühjahr. Es solle deutlich werden, dass das Bad komplett neu und durch Erweiterungen wie die große Saunalandschaft auch attraktiver ist. Das alles habe mit dem abgerissenen Nautiland schließlich nichts mehr zu tun.

Kostensteigerung an der Großbaustelle

Derweil geht es an der Großbaustelle neues Bad am Nigglweg gut voran: Der Keller und der Umkleidebereich sind im Rohbau fertig, in Umrissen zu sehen sind das Sport-, Nichtschwimmer- sowie das Erlebnisbecken. Derzeit wird auch mit dem Einbau von Technik begonnen. Bis zum Winter soll das Bumerang-förmige Gebäude samt Dach im Rohbau stehen. Athmer rechnet mit der Fertigstellung und Eröffnung der Anlage mit ihren sieben Schwimmbecken und sechs Saunen im Oktober oder November 2019.           

Was die Zeit anbelangt, liege man weitgehend im Plan. Vom Kostenrahmen lasse sich das allerdings nicht sagen. Wegen der boomenden Baukonjunktur lägen die Angebote bis zu 20 Prozent über den veranschlagten Kosten. Deshalb, so prognostiziert Athmer, werde der auf 25 Millionen Euro kalkulierte Schwimmbad-Neubau etwas teurer werden. Um wie viel genau, könne man jetzt noch nicht sagen.