Ausnahmezustand Mainfranken
Polizeibeamte lösten am Sonntagnachmittag in der Sanderau Menschengruppen auf. Foto: Daniel Peter (www.danielpeter.net)

Würzburg

Wie gut hat sich Unterfranken am Wochenende an die Ausgangsbeschränkung gehalten?

Gassi gehen mit dem Hund: erlaubt. Alleine durch die Natur joggen: erlaubt. Mit Freunden am Main ein Bier trinken: verboten. Sein kleines Cafe am sonnigen Sonntag nochmal kurz öffnen: verboten. Die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus in Bayern schränken in der Region das komplette Leben ein. Jeder ist davon betroffen. Das Wochenende war eine erste Prüfung, inwieweit ein komplettes Ausgangsverbot umgangen werden kann.

Die meisten Unterfranken waren sich ihrer Verantwortung bewusst

Die Polizei zieht in einer Pressemitteilung eine erfreuliche Bilanz: Der Großteil der Unterfranken habe sich sehr verantwortungsbewusst gezeigt. Nahezu alle seien im Rahmen der Regeln zu Hause geblieben, um die Virenausbreitung einzudämmen. Das ergaben die Stichproben und Überprüfungsfahrten der Streifenbeamten.

Extrem groß sei das Informationsbedürfnis der Menschen gewesen, so die Polizei. An den Telefonen und über Social Media fragten Bürger, was sie nun dürfen und inwieweit verschiedenste Szenarien erlaubt seien. Rund 3000 Kommentare trudelten allein bis Sonntagmorgen bei der Polizei Unterfranken ein.

Polizei löste Privatpartys und eine Hochzeitsgesellschaft auf

Lediglich einige wenige Anzeigen bezüglich Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung habe es gegeben. Ein Beispiel: In Kitzingen, Aschaffenburg und Schweinfurt hatten sich Jugendliche zum Feiern getroffen. Auch eine Hochzeitsgesellschaft, die mit 15 Personen beim Standesamt in Ochsenfurt  feiern wollte, muss mit einer Anzeige rechnen.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten weiterhin und die Polizei prüft, inwiefern sich alle daran halten. Die Polizei betont nochmals: „Bitte bleibt zu Hause.“

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