Neben dem Tragen einer Maske müssen Biergarten- und Restaurantbesucher auch ihren Namen und ihre Telefonnummer angeben. Foto: Silvia Gralla

Würzburg

Falsche Namen in Restaurants: Wenn Bart Simpson oder Amela Panderson essen gehen

Wenn am Restaurant-Tisch Havid Dasselhoff, Lassmiranda Dennsiewillja oder Erika Musterfrau nebeneinander sitzen, kann das nur zur Corona-Krise passieren. Seit Wochen ist es Pflicht, beim Betreten eines Biergartens oder Restaurants seine Kontaktdaten anzugeben. Nicht jeder Gast nimmt das ernst oder ist bereit, echte Daten anzugeben. Wer damit spielt, dem drohen hohe Strafen. Doch die Sache hat einen Haken.

Theoretisch bis zu 25.000 Euro Strafe

Wer nicht mit seinem Klarnamen agiert, dem drohen laut einem ZDF-Bericht empfindliche Strafen bis zu 25.000 Euro. Der Haken: Es ist äußert kompliziert, falsche Daten nachzuweisen. Denn Wirte sind zwar verpflichtet, Adressangaben zu erfassen, überprüfen müssen sie diese aber nicht. Auch sind Restaurantinhaber nicht berechtigt, einen Ausweis zu verlangen. Sie können bei Misstrauen lediglich dem Gast den Zutritt verwehren – doch das wird sich in diesen Tagen kaum ein Gastronom leisten wollen.

Zwei Wochen Aufbewahrungspflicht

Zwei Wochen bleiben die Zettel mit den echten und falschen Namen auf einem Stapel – kam es in dem Zeitraum zu keiner Infektion einer der Gäste, werden die Daten vernichtet. Danach kann sowieso kein Hahn mehr danach krähen, ob erfundene Namen oder eben die komplett korrekten Kontaktdaten angegeben wurden.

Um dieses System etwas sicherer zu machen, wird über eine mobile Lösung nachgedacht. Dadurch könnten sich Restaurantgäste anonym beim Betreten mit ihrem Smartphone registrieren, ohne ein Blatt ausfüllen zu müssen. Die Folge wäre eine deutliche Zeitersparnis für Gäste und ein lückenloserer Nachweis der Infektionskette, sollte es tatsächlich zu einem Covid-19-Fall bei den Besuchern gekommen sein.

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