Ein JGA auf einem Partyboot ist auch zu Corona-Zeiten und Hygienevorschriften eine große Party. Foto: MS Partyboot GmbH

FRANKFURT

Partyboot: So sieht ein JGA in Corona-Zeiten aus

Nach dem großen Lockdown Anfang des Jahres können Brautpaare in Franken langsam aufatmen. Ab dem 22. Juni 2020 führt die bayerische Staatsregierung Lockerungen ein, die private Feiern und die Zusammenkunft von zehn Personen im öffentlichen Raum wieder erlauben. Wie aber sieht es mit Junggesellenabschieden aus? Können diese trotz strenger Hygienevorschriften genauso viel Spaß machen wie vor der Krise? Der Frankfurter JGA-Experte und Partyboot-Besitzer "Captain Franky" klärt auf.

Corona trifft die Hochzeitsbranche hart

Egal ob in Dirndl, Lederhose oder verrückter JGA-Montur – die Junggesellenabschiede auf dem Partyboot von "Captain Franky" sind legendär. Vor der Frankfurter Skyline wird bis in den Morgengrauen getrunken, gefeiert und gelacht. So läuft es jedenfalls in Nicht-Corona-Zeiten ab. Das Feierverbot aufgrund der Pandemie hat viele Dienstleister in der Hochzeitsbranche hart getroffen. "Im Mai wurden fast alle JGAs abgesagt, da die meisten Hochzeiten auf 2021 verschoben wurden", erklärt der Veranstalter, der nur "Captain Franky" genannt werden möchte. Die Prognose: "Nächstes Jahr wird es eine Verknappung geben. Einige Event-Veranstalter werden es nicht schaffen und die Heiratssaisons 2020 und 2021 werden zusammenfallen." 

Allerdings lassen sich nicht alle unterkriegen: Bei Hochzeiten 2020, die im Juni, Juli oder August stattfinden, wird der JGA meist zwei bis sechs Wochen vorher veranstaltet. "Diese Gruppen haben nicht storniert und freuen sich nach der langen Kontaktsperre auf die Party auf dem Boot und das erste Treffen in der Gruppe", freut sich der Frankfurter. "Ich habe viele Anrufe von Gästen, deren JGA-Kurzreise ins nahe gelegene Ausland wie Prag, Amsterdam oder Mallorca abgesagt wurde. Diese suchen jetzt einen neuen Ort, Rahmenprogramme und Gaststätten, die zu ihrer Braut bzw. dem Junggesellen passen."

Kann ein JGA auf einem Partyboot trotz Coronavirus ganz normal stattfinden? 

Egal ob Corona-Auflagen oder nicht, nach wenigen Minuten bricht auf dem Partyboot das Eis. Foto: MS Partyboot GmbH

Für "Captain Franky" und seine Crew sind die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen nichts Neues. "Auf unseren Partybooten feiern die Gäste barfuß. Danach müssen wir ohnehin desinfizieren." Also alles beim Alten? Nicht ganz. Die gesetzlichen Regeln und wie diese vor Ort umgesetzt werden, wird den Gästen klar kommuniziert. Abstandsregelungen, ein strenger Sitzplan oder reichlich Desinfektionsmittel sind neuer Alltag an Bord geworden. 

Das trübt die Partystimmung allerdings nicht im Geringsten. "Mit dem richtigen Tonus ist das überhaupt nichts Schlechtes – es zeigt vielmehr, dass man verantwortungsvoll mit seinen Gästen umgehen kann." Gibt es Bedenken? "Unsere Gäste sind ausgesprochen gut informiert und haben ein großes Maß an Selbstdisziplin. Unbeschwertheit ist Vorsicht gewichen: Die Gruppen sind kleiner geworden und lange Anreisen werden aktuell noch vermieden. Buchungen für Juli und August sehen allerdings schon wieder anders aus. Ein Trend zurück zur Normalität sei zu erkennen.

Egal ob Corona-Auflagen oder nicht, "das Eis bricht nur nach wenigen Minuten auf dem Partyboot und alle genießen die Stimmung", weiß "Captain Franky". Einige Gruppen integrieren die Hygienebestimmungen in ihren Junggesellenabschied, wie beispielsweise mit Motto-Masken für die Anreise im Zug oder Taxi und den Einkauf von Proviant.  

JGA auf einem Partyboot: Das erwartet zukünftige Brautpaare 

Vor der beeindruckenden Frankfurter Skyline lässt es sich gut feiern. Foto: MS Partyboot GmbH

Auch in Corona-Zeiten versuchen "Captain Franky" und sein Team den normalen Ablauf auf dem Partyboot weitestgehend beizubehalten. Nach Ankunft der Gäste werden diese von den Stewardessen mit einem Willkommensschnaps begrüßt. Anschließend werden Proviant und Schuhe verstaut, um später ohne Hindernisse den JGA feiern zu können. Während das Boot auf dem Main rund um Frankfurt richtig Fahrt aufnimmt, ist die Feier meist schon voll im Gang. "Wenn die Stimmung am Kochen ist und die Chemie passt, werden von Captain Franky und seiner Crew die ersten Brautaufgaben und Challenges gestellt."

Jedes Jahr finden auch JGA-Gruppen aus Franken, wie beispielsweise Aschaffenburg oder Würzburg, den Weg auf das Partyboot. "Besonders willkommen sind Mottopartys im Dirndl vor der Frankfurter Skyline. Da wird die Feier immer sehr ordentlich", lobt der gebürtige Hesse die fränkische Partylaune.  

JGA in Corona-Zeiten: Ratschläge vom Experten 

"Captain Franky" ist mittlerweile ein alter Hase in der Hochzeitsbranche. Foto: MS Partyboot GmbH

Aktuell besteht nur ein geringes Risiko für Junggesellenabschiede. Was aber, wenn ein weiterer Lockdown kommt? "Trauzeugen empfehle ich vor der Buchung, die Stornobedingen der Anbieter, Reiseunternehmen und Hotels genau zu lesen. Falls eine weitere Corona-Welle kommt, ist der Organisator auf der sicheren Seite", rät der Frankfurter. Im schlimmsten Fall würde der Trauzeuge oder beste Freund/beste Freundin des Brautpaares einen Gutschein erhalten. Dieser kann auch zu einem anderen Anlass eingesetzt werden. 

Ist manchen die Situation zu heikel oder sollte die geplante Hochzeit verschoben werden, gibt die MS Partyboot GmbH ebenfalls eine Sicherheit: Für Privatpersonen fallen seit dem 01.06.2020 keine Stornogebühren an. Jedoch sollte man das im Vorfeld klären. Taucht die Partygesellschaft am Tag des Junggesellenabschieds ohne Absage nicht auf, fallen 100 Prozent der Kosten an. 

"Captain Franky" wollte mit seiner Partyboot-Idee den Trauzeugen die Organisation des JGA erleichtern. "Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die klassische Party oft an einer mangelhaften Organisation scheitert. Auf unserem Partyboot bekommt man das volle Paket: Stimmung, Unterhaltung und die Frankfurter Skyline – auch in Corona-Zeiten." Die Idee war so erfolgreich, dass es seine Partyboote mittlerweile sogar in Miami zu mieten gibt.    

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