Der Corona-Inzidenzwert in Würzburg liegt mittlerweile über 70. Bedeutet: 70 von 100.000 Menschen haben sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert. Der Inzidenz-Wert beschreibt also die Neuinfektionen einer Woche. Die Zahlen, die in den vergangenen Tagen in Würzburg von unter 50 über diesen kritischen Wert gesprungen sind, hängen nicht nur mit Reiserückkehrern zusammen.
Zwei Superspreader-Ereignisse habe es in Würzburg gegeben. „In zwei gastronomischen Betrieben in der Würzburger Innenstadt wurde die Infektion vom Bedienpersonal übertragen. Hier wurden beide Male fast 20 Personen angesteckt“, sagt Oberbürgermeister Christian Schuchardt im Interview. Daher sei der Wert nun auf über 70 nach oben geschnellt.
Einschränkungen in der Gastronomie teils strittig diskutiert
Laut Schuchardt werden Veranstaltung von den Gastronomen selbst durchgeführt. Es müsse sich lediglich an die Spielregeln des Dehoga-Konzepts gehalten werden. „Was strittiger diskutiert wurde, war die Alte Mainbrücke. Ich habe mir wöchentlich die Polizeiberichte und die Berichte vom Kommunalen Ordnungsdienst vorlegen lassen. Es wurde regelmäßig mitgeteilt, dass die Abstandsregelung weitgehend eingehalten wird.“ Daher habe man an diesem symbolträchtigen Ort Normalität ausstrahlen wollen.
Verschiedene temporäre Einschränkungen für Würzburg erlassen
Mittlerweile wurde der Ausschank von Alkohol auf der Alten Mainbrücke wieder eingeschränkt. Auch am kommenden Wochenende herrscht hier wieder ein Alkoholverbot ab 16 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag. Außerdem ist im Bereich der Innenstadt sowie im Mainviertel bis zur Talavera ab 22 Uhr die Gastronomie dicht. Am Mainufer gilt darüber hinaus ein Alkoholverbot.
