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Mit guten Freunden teilt man vieles – aber muss es gleich der ganze Körper sein? Foto: fizkes (iStockphoto)

Sexkolumne

Freundschaft Plus: Lass lieber die Finger von deinem besten Freund

Freundschaft Plus, friends with benefits oder Freunde mit gewissen Vorzügen. Sie sind zu dem Must-have der Millenials geworden. Mit guten Freunden teilt man vieles – aber muss es gleich der ganze Körper sein? Eine Freundschaft ist die Basis einer guten Liebesbeziehung. Das heißt jedoch nicht, dass jede Freundschaft einen Zwischenstopp im Freizeitpark der Lust machen muss. Das ist der direkte Weg zum Highway der gebrochenen Herzen oder – noch schlimmer – des schlechten Sex.

Du brauchst dir keinen Reiseführer in Form von Berichten durchlesen, die dir versichern, dass Freundschaft Plus funktioniert und das „Beste, das mir je passiert ist“ sei. Streich dieses Reiseziel gleich von deiner Bucket List und am besten auch aus deinem Kopf. Ich kenne die Strecke und sie ist nicht besonders sehenswert. Es sei denn, du stehst auf zwischenmenschliche Unfälle.

Auf den ersten Blick unkompliziert und unverkrampft

Es mag sich herrlich einfach und unkompliziert anhören: Ihr kennt euch. Ihr wisst, wie der andere tickt und was ihm gefällt. Keine Erwartungen, keine Probleme. Erwartungen solltest du wirklich keine haben, denn die werden ziemlich sicher früher als später enttäuscht.

Zugegeben: Der Morgen danach ist unverkrampft. Du musst dich nicht verrenken, um die zerzausten Haaren und den Mundgeruch vom Schlaf zu überspielen. Neurosen, merkwürdige Essgewohnheiten und selbst eine anstrengende Mutter sind nicht der Rede wert – denn der Freund weiß ja längst Bescheid.

Doch mit der Zeit wird es kompliziert. Die Freundschaft wird immer enger, bis einer von euch nicht mehr atmen kann, oder einer mehr „Plus“ als „Freundschaft“ will. Es ist wie das Gefühl des Verknalltseins. Es fühlt sich aufregend und schön an. Gleichzeitig ist man unsicher und kann nur hoffen, dass der andere genauso empfindet. Wenn dem allerdings nicht so ist, verliert man nicht nur einen potenziellen Partner, sondern eben auch seinen besten Freund. Der Kollateralschaden ist erheblich.

Sind One-Night-Stands die bessere Alternative? Wohl eher nicht, findet unsere Autorin.

Zieht die Notbremse, bevor einer von euch weint

Um zu vermeiden, dass du deinen besten Freund verlierst, kannst du dir auch einfach einen neuen Freund suchen. Einen, den du gern hast, aber um den es auch nicht schade wäre, würde er plötzlich aus deinem Leben verschwinden. Dieser Punkt ist nämlich vielmehr für die „benefits“ als die Freundschaft entscheidend. Das wird dir spätestens dann klar, wenn du merkst, dass der Sex mit ihm nicht gut ist. Ins Bett geht’s leicht, aber raus kommst du nur noch schwer. Ungefähr so wie Montagmorgen, wenn der Wecker klingelt – nur mit mehr Schamgefühl.

Natürlich kannst du es offen ansprechen: „Der Sex mit dir ist einfach nichts für mich.“ Der Freund versichert, dass „alles cool“ sei. Aber Kritik an den eigenen Liebeskünsten steckt niemand so leicht weg. Nicht selten weint einer von euch am Ende.

• Wenn dich dein Partner nicht befriedigt, mach Schluss!

Such dir lieber einen besten Freund UND einen Liebhaber für unverfänglichen Sex – oder warum will niemand mehr eine simple Affäre haben? Diese 2-in-1-Packungen sind wie ein schlechter Kompromiss. Oder hast du dich schon einmal sagen hören „Dieses Duschgel und Shampoo in einem ist total klasse“?

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