Ein 21-Jähriger Würzburger verrät, warum er für Mädels kostenfrei nackt putzt. Foto: Getty Images (Fotomontage: J. Mittnacht)

Würzburg

Nacktputzer aus Würzburg: "Nackt putzen ist ein Teil meiner Sexualität"

Er selbst nennt sich Max Müller, ist 21 Jahre jung, wohnt in Würzburg und hat eine besondere Vorliebe: Er putzt nackt für Frauen. Der Student, der an der Uni Würzburg eingeschrieben ist, inseriert sein Angebot unter anderem auf der Plattform wuewowas.de. Wir haben Max angeschrieben und mit ihm sprechen können.

Frage: Max, schön, dass es geklappt hat. Sag mal, warum putzt Du denn nackt?

Antwort: Die Unterordnung vor fremden Frauen gibt mir einen Kick. Ich mag es, für einen Moment die Kontrolle abzugeben und einfach nur das zu tun, was mir gesagt wird.

Frage: Wie kann man das Gefühl beschreiben, wenn man sich vor wildfremden Mädels auszieht?

Antwort: Anfangs ist es schon ein Kribbeln im Bauch und ein Adrenalinkick. Das legt sich aber nach ein paar Minuten. Dann gibt es einen Gewöhnungseffekt. Das gilt übrigens für beide Seiten, auch meine Kundinnen sagen, dass sie sich relativ schnell an die Situation gewöhnen.

Frage: Ist das Putzen eher die Show oder ist das Nacktsein die Show? Woran hast Du mehr Spaß?

Antwort: Putzen oder Nacktsein machen mir an sich keinen Spaß, es ist die Kombination von beidem. Es geht darum, mich ein bisschen lächerlich zu machen. Wenn ich nackt bin, sind meine Kundinnen automatisch in einer Machtposition. Das gefällt mir.

Frage: Was gehört zum Programm: Fensterputzen, Staubsaugen inklusive? Oder bist Du "nur" mit einem Staubwedel unterwegs?

Antwort: Ich übernehme alle Arbeiten, die gewünscht werden. Häufig sind das dann die unangenehmen Arbeiten, auf die die Kundinnen keine Lust haben. Bisher musste ich immer Bad und Toilette putzen. Mich die Küche putzen zu lassen, ist auch beliebt. Einmal sollte ich hartnäckige Kalkablagerungen entfernen. Und ein anderes Mal habe ich auch schmutziges Geschirr gespült, das sich in der Prüfungsphase angestaut hat.

Frage: Wer bucht Dich denn?

Antwort: Diskretion ist mir wichtig, deshalb kann ich nichts Genaues sagen. Meistens waren es Studentinnen, ich habe aber auch schon für Berufstätige geputzt. Die Alterspanne ging von um die 20 bis Mitte 30. Viele hatten sogar einen Partner. Ich denke auch, es geht den Frauen dabei nicht um Erotik, sondern einfach um eine saubere Wohnung und einen lustigen Abend.

Frage: Wie viel kann man verdienen, wenn man sich beim Putzen auch noch auszieht?

Antwort: Das Nacktputzen mache ich kostenlos. Manche Kundinnen haben mir schon vorgeschlagen, dass ich Geld verlangen könnte. Vielleicht stimmt das auch. Ich glaube aber, dann müsste ich mich professionell vermarkten, Bilder online stellen und eventuell sogar ein Gewerbe anmelden. Das alles möchte ich nicht, weil ich im Alltag nicht erkannt werden will.

Frage: Wie sehr ist es beim Nacktputzen wichtig, dass man auf seinen Körper achtet - die Frage zielt auf die Pflege ab?

Antwort: Ich bin immer frisch geduscht und halte mich in Form, das mache ich aber unabhängig vom Nacktputzen sowieso.

Frage: Rasiert oder unrasiert?

Antwort: Für Termine bin ich natürlich rasiert. Zum Glück bin ich auch wenig behaart.

Frage: Könnte man hier schon von einem Fetisch sprechen oder ist das einfach purer Spaß für Dich?

Antwort: Nacktputzen ist ein Teil meiner Sexualität, aber das Gefühl ist für mich ganz anders als beim Sex. Eine Erektion hatte ich zum Beispiel noch nie dabei. Es ist eine Mischung aus der Lust an Unterordnung und dem Adrenalinkick.

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