Schokolade
Schon 2030 könnte es weltweit viel weniger Schokolade geben als heute. Foto: Charisse Kenion | Unsplash

WESTAFRIKA

Schoki-Schock: Ab 2030 könnte Schokolade knapp werden

Ein Schokoriegel in der Mittagspause, ein Schokopudding am Nachmittag, eine Tafel Schoki zum Serienbingen auf Netflix. Schokolade ist purer Genuss und macht glücklich. Doch damit könnte schon bald Schluss sein. Denn in den nächsten zehn bis 30 Jahren könnte Schokolade zur Mangelware werden. Eine Schocknachricht für alle Schokofreunde.

Immer mehr Krankheiten befallen Kakaobäume

Der Grund: Die Kakaobäume in Afrika sind immer häufiger von Krankheiten betroffen. Schon 2030 werden bis zu zwei Millionen Tonnen Kakao fehlen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Spektrum. Diese Vorhersagen spuken schon seit einigen Jahren durchs Internet. Doch allmählich könnten sie Realität werden.

Westafrika ist für ein Viertel der gesamten Kakaoproduktion zuständig. Wegen höheren Temperaturen und weniger Niederschlag können die jetzigen Anbauflächen in einigen Jahren wohl nicht mehr genutzt werden. Doch es kommt noch schlimmer. Aggressive Krankheiten befallen Kakaobäume schon jetzt. Wenn diese nun weiter geschwächt werden, können Seuchen den Pflanzen noch mehr Schaden zufügen, sagt die amerikanische Pflanzenvirologin Judith Brown.

50 Millionen Menschen leben vom Kakao

Neben Pilzen, Pflanzenviren und Schädlingen ist wohl die Cacao Swollen Shoot Krankheit die größte Bedrohung. In Ghana sind bereits 16 Prozent der Kakaobäume infiziert. Bricht der Kakaomarkt weg, sind auch zahlreiche Existenzen betroffen. Rund 50 Millionen Menschen leben von der Kakaoindustrie.

Vor allem in ländlichen Regionen Westafrikas ist das Einkommen der Menschen fast ausschließlich vom Kakao abhängig. Da ist die fehlende Schokolade auf der Couch noch das kleinste Problem.

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