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Foto: Fotomontage (dpa-Material)

Würzburg

Spotify, Netflix und Co: Ab wann ein geteilter Account strafbar wird

Was bedeutet der Begriff Familie für Streaming-Anbieter? Und wie viele Leute können zeitgleich auf einen einzelnen Netflix-Account zugreifen. Die Streaming-Angebote unseres Alltags werden immer mehr und damit auch die Abos, die unseren Geldbeutel monatlich belasten. Klar also, dass viele von uns sparen wollen. Doch an der einen oder anderen Stellschraube solltet ihr besser nicht drehen, um Post vom Anbieter oder letztlich sogar vom Anwalt zu vermeiden.

Netflix, der Gönner unter den Anbietern

Fangen wir mit dem freundlichsten aller Streaming-Plattformen an: Netflix. Hier können Accounts wild und nach eigenem Ermessen geteilt werden. Das Premium-Abonnement bietet vier Profile, die mit Namen belegt und zeitgleich genutzt werden können. Wer sich allerdings in diesen Profilen herumtreibt, ist Netflix relativ egal. Es gibt lediglich eine Beschränkung, auf wie vielen Geräten Netflix in einem Account gleichzeitig genutzt werden kann. Außerdem kann in einem einzelnen Profil nicht die gleiche Folge einer Serie oder der gleiche Film zur selben Zeit gestreamed werden. Sanktionen, Fehlanzeige.

Wie sieht es bei Apple aus?

14,99 Euro kostet bei Apple Music das Familienabo. Hier ist es als Grundvoraussetzung nötig, dass jedes sogenannte „Familienmitglied“ eine Apple-ID besitzt. Ob ein Familienmitglied wirklich Vater, Mutter, Großeltern, Schwester oder Bruder ist, das interessiert Apple herzlich wenig. Laut einem Bericht von techbook.de kann prinzipiell jeder in die Apple-Familie aufgenommen werden – sofern er eine Apple ID besitzt. Er kann allerdings nicht zeitgleich einer anderen Familie angehören und höchsten zweimal im Jahr die Familie ändern.

Spotify-Familie sollte in einem Haus leben, sonst kann das Konto gesperrt werden

Spotify ist da schon strikter. Hier muss der Begriff Familie wirklich eine Familie oder eben eine Wohngemeinschaft bedeuten. In den Geschäftsbedingungen steht, dass alle Kontoinhaber dieselbe Adresse besitzen müssen. Hat Spotify den Verdacht, dass dieses Kriterium nicht erfüllt wird, gibt es einen (freundlichen) Hinweis. Sollte darauf niemand reagieren oder sich nichts ändern, kann Spotify den gesamten Account sperren.

Bei Sky oder Maxdome kann es Post vom Anwalt geben

Die Strengsten der Szene sind Sky oder Maxdome. Hier wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen klar geregelt, dass eine Weitergabe von Account-Daten nicht gestattet ist. „Der Kunde darf seine Login-Daten ausschließlich zum Haushalt des Kunden gehörenden Personen zur Verfügung stellen und die Login-Daten nicht an minderjährige Personen weitergeben.“ Wer dagegen verstößt, bricht den Vertrag. Das kann nicht nur zu einer Sperrung des Accounts, sondern laut techbook.de auch zu einer Vertragsstrafe von über 2.000 Euro führen.

Was also mit den ganzen Account-Schnorrern machen?

Am Ende einer Accountsperrung, das gilt im Übrigen auch für Internetanschlüsse, ist rechtlich immer der Accountinhaber verantwortlich. Sucht Euch daher Eure Netflix-, Amazon-, Apple-, Deezer-, Tidal-, Maxdome-, Sky- und Spotify-Schnorrer besser genau aus, bevor es Ärger gibt.

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