E Scooter
E-Scooter vom irischen Start-Up Zeus finden sich in ganz Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Würzburg

Statistik zeigt, weshalb E-Scooter-Fahrer*innen meistens verunglücken

Ein Blick aus dem Fenster genügt, um in der Zellerau in Würzburg drei Scooter vom Anbieter "Bird" zu entdecken. Da stehen sie, völlig fahrbereit und per App freischaltbar. Pro Minute Fahrzeit zahlt derjenige*diejenige, um von A nach B zu kommen. Eine schöne Sache, zumal die Roller per Batterie betrieben sind und daher in der Theorie weniger CO2 verursachen, als spritbetriebene Fortbewegungsmittel.

Da die E-Scooter ein eher junger Trend sind, sind Würzburg und viele andere Städte im Experimentiermodus. 20 km/h schnell flitzen die Roller, einen Helm müssen Fahrer*innen nicht tragen. Klar ist, dass hin und wieder was schiefgeht. Unfälle mit E-Scootern gibt es daher regelmäßig.

Keine Helmpflicht, dafür einige Probleme mit Alkohol

Dazu hat das Statistische Bundesamt eine Auswertung erstellt. Demnach belegt Bayern den zweiten Rang der Bundesländer mit den häufigsten E-Scooter-Unfällen. Meist sind dabei die Fahrer selbst verantwortlich. Und der mit Abstand häufigste Vorwurf lautet laut Meldung der Bild-Zeitung am Freitag: Zu viel getrunken! Knapp 20 Prozent der Unfälle waren auf zu viel Alkoholkonsum zurückzuführen. Bei Fahrradfahrern sind es im Vergleich nur knapp über sieben Prozent.

So sieht es in Unterfranken aus

In der Verkehrsbilanz 2020 des Polizeipräsidiums Unterfranken wird den E-Scootern ebenfalls Platz eingeräumt. Es heißt, dass es im Jahr 2020 19 Verkehrsunfälle, in die E-Scooter verwickelt waren, gab. (Vergleich: 2019 gab es zwei Unfälle). Dabei forderten die Unfälle vier Schwer- und 14 Leichtverletzte. Unter Alkohol- und Drogeneinfluss gab es keine Unfälle, dafür sind 36 Fahrten unter Alkohol- und fünf unter Drogenkonsum bekannt. 

Cityroller
Die Marke Bird ist großer Konkurrenz für die Zeus-Roller. Auch sie finden sich in ganz Würzburg und werden vorrangig von jüngeren Menschen benutzt. Foto: Patty Varasano

E-Scooter sollten wie Fahrräder im Straßenverkehr unterwegs sein

Dazu kommt als zweite Hauptursache das falsche Benutzen einer Straße oder des Gehwegs. Denn E-Scooter sind wie Fahrräder zu werten und sollten sich daher auf Fahrradwegen oder Fahrbahnen bewegen, nicht auf den Gehwegen. Die Zahlen des Statistikamts sind die ersten dieser Art für das neue Phänomen E-Scooter, das seit vielen Monaten in allen Großstädten der Bundesrepublik angekommen ist.

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