Genderstern
An der Universität Kassel können Lehrende nun gendergerechte Sprache in Prüfungen vorbereiten. Foto: Sebastian Gollnow (dpa)

Kassel

Studierenden droht Punktabzug, wenn sie nicht gendergerecht schreiben

Wer aus Studenten Studierende macht, benutzt Sprache geschlechtergerecht. Student*innen geht auch. Durch gendergerechtes Schreiben sollen die Geschlechter auch in Texten gleichberechtigt behandelt werden. Und gendern wird immer häufiger Teil unseres Alltags.

Lehrenden steht es frei, geschlechtergerechte Sprache als Prüfungskriterium vorzugeben

Kontrovers diskutiert wird aktuell eine Entscheidung der Universität Kassel, wonach Studierende schlechter benotet werden können, wenn sie nicht gendern. Darüber berichtet die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine. Auf der Website der Uni ist zu lesen: „Im Sinne der Lehrfreiheit steht es Lehrenden grundsätzlich frei, die Verwendung geschlechtergerechter Sprache als ein Kriterium bei der Bewertung von Prüfungsleistungen heranzuziehen.“ Vereinfacht ausgedrückt heißt das: Wer nicht gendert, obwohl das als klare Anforderung vorgegeben wurde, bekommt eine schlechtere Note.

20-Jähriger erhielt bereits Punktabzug

Laut Bild-Informationen sei das bei mindestens einem Studierenden schon vorgekommen. Ein Lehramtsstudent berichtete, dass er von einem Dozent einen Punktabzug erhalten habe, weil er nicht geschlechterspezifisch geschrieben habe. Das passiere sogar, wenn man in einer Fußnote vermerke, dass mit dem generischen Maskulinum alle Geschlechter angesprochen würden.

Auch wenn die Universität damit einen bisher ganz eigenen Weg geht, wolle man auf Verhältnismäßigkeit achten. Auch sollen, so Angaben auf der Website, Sanktionen bei fehlender Gendersprache durch Dozent*innen und Professor*innen rechtzeitig angekündigt werden.

*Warum wir auf main-ding.de seit einiger Zeit gendern

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