Amercian House
So soll das 500.000 Euro teure Partyhaus in Geiselwind am Ende aussehen. Foto: Eventzentrum Strohofer

Geiselwind

Wie bei Project X: Amerikanisches Partyhaus in Franken geplant

Platsch, kaum zu glauben, wie schnell so ein großes Auto im Pool der eigenen Eltern landen kann. Wer Szenen wie diese, bekannt aus dem Film Project X, vermeiden möchte, feiert besser nicht zu Hause, wenn er sturmfrei hat. Dennoch kitzelt viele Menschen in der Region der Gedanke an eine klassische Hausparty nach dem amerikanischen Vorbild. Das zeigten die erfolgreichen Project-X-Partys, die in Unterfranken eine Weile auf Tour waren. Um eine feste Institution dafür einzurichten, soll so ein „American House“ in Geiselwind entstehen. Hinter den Plänen steckt Moritz Strohofer vom Eventzentrum Strohofer. Er möchte das 500.000 Euro teure Gebäude auf seinem Grundstück errichten.

Frage: Moritz, Du möchtest ein neues Haus bauen. Warum?

Moritz Strohofer: Seitdem ich American Pie 1999 gesehen habe, wollte ich eine echte amerikanische Hausparty erleben. Das hat in 21 Jahren leider nie geklappt. Bisher hat das Haus dazu gefehlt. Das möchte ich ändern und das passende Haus mit Garten zum Partymachen bauen.

Du sprichst American Pie an, der Film hat ja schon eine Menge Kleinstadtidyll zum Feiern gezeigt. Auch Project X passt gut zu der Story. Was begeistert dich an Amerika?

Moritz Strohofer: Amerika kenne ich hauptsächlich aus Filmen und TV-Serien. Filme und TV können die Amerikaner einfach richtig gut. Jedes Jahr kommt ein neuer Partyfilm aus den USA nach Deutschland und das weckt die Sehnsucht in mir. Ein deutsches Haus und ein amerikanisches Haus erfüllen die gleichen Funktionen. Schlafen, essen, Dach über dem Kopf. Aber jedes Detail ist anders gelöst. An einem durchschnittlichen Einfamilienhaus erkennt jeder auf einen Blick, ob das Haus in den USA steht oder in Deutschland. Ich liebe es, in andere Kulturen und Welten einzutauchen. Und gerade bei einer Party kann man den normalen Alltag einfach loslassen. 

Bei der Finanzierung setzt du auf eine Startnext-Kampagne. Warum?

Moritz Strohofer: Das ganze Projekt kostet über eine halbe Million Euro. 100.000 Euro brauchen wir davon als Startkapital. Zurzeit kommt bei uns im Eventbereich kein Geld rein, daher brauchen wir Unterstützung. Startnext ist eine Crowdfunding Plattform. Das heißt, viele Leute (eine Crowd) finanzieren (fund) eine Idee, die sie gut finden. Ich glaube, dass viele Leute den gleichen Traum haben, einmal eine echte amerikanische Hausparty zu erleben. Über die Startnext-Kampange haben wir Träumer gemeinsam die Chance, dass das Hausprojekt Wirklichkeit wird.

Moritz Strohofer steckt hinter den Plänen, die unter anderem über eine Startnext-Kampagne finanziert werden sollen. Foto: Eventzentrum Strohofer

Was erhalten Supporter, die an das Projekt glauben?

Moritz Strohofer: Für die Unterstützung bekommen die Supporter ein Dankeschön. Das ist schönes Startup-Deutsch für eine Gegenleistung. Ein Dankeschön bei unserer Kampagne ist zum Beispiel ein Ticket für eine der Partys. Die sind sehr beliebt. Das ist genau wie ein Ticketvorverkauf. Die Unterstützer*innen verschenken so kein Geld und uns ist  geholfen. Über unsere Getränkegutscheine lässt sich sogar Geld sparen. Wer uns jetzt unterstützt, kommt wesentlich günstiger durch die Party. Bisher haben wir schon 18.000 Euro der 100.000 Euro beisammen. Wer helfen will, sollte sich beeilen. Die Kampagne endet am Donnerstag, 4. Juni 2020. Wenn dann die 100.000 Euro beisammen sind, wunderbar. Wenn nicht, geht alles Geld sofort an die Unterstützer*innen zurück, beziehungsweise wird gar nicht abgebucht.

Dort gibt es auch kostspielige Optionen wie das "Private House" - was bedeutet das?

Moritz Strohofer: Das Private House ist die Möglichkeit, das komplette Haus mit Garten für sich alleine zu buchen. Für eine Privatparty oder - wofür wir aktuell schon Interessenten haben - für eine Firmenfeier. Ein Kundenevent oder eine Weihnachtsfeier im komplett dekorierten American House ist etwas ganz Besonderes.

Wenn das Haus steht: Was erwartet uns darin?

Moritz Strohofer: Legendäre Partys jedes Wochenende. Auf der Veranda und im Haus spielen zwei DJs. Natürlich gibt es rote Becher und Beer Pong Tische. Im Garten stehen eine Hüpfburg und ein Schnapsvulkan. Es gibt ein ganzes Haus zu entdecken. Wohnzimmer, Küche, Esszimmer, Bad und Partyzimmer im Erdgeschoss sowie Eltern- und Kinderschlafzimmer im 1. Stock. Wir casten im Vorfeld aus den 500 Partygästen Partytalente und lassen sie in verschiedene Rollen schlüpfen. Ein Gast bekommt einen Zauberkelch (Pimpbecher), der nie leer wird. Weitere dürfen Perlenketten verteilen gegen eine Umarmung, Küsschen oder etwas nackte Haut. Unsere Gäste können so nicht nur eine neue Welt entdecken, sondern auch in eine neue Rolle schlüpfen und noch ungehemmter feiern.

Wo wird es denn genau zu finden sein?

Moritz Strohofer: Unser Eventzentrum ist in Geiselwind. Dort bauen wir das American House mit Gartenlandschaft in die Nebenhalle der MusicHall. So können wir unsere bisherigen Veranstaltungen wie gewohnt durchführen und schaffen noch eine zusätzliche Attraktion.

Hast du keine Angst, dass das Haus gleich kaputt sein wird, wenn da so durchgedreht wird wie in den Filmen?

Moritz Strohofer: Zugegeben, es ist eine kleine Gratwanderung. Aber unser American House ist made in Germany. Das hält einiges aus und erfüllt mit Brandschutzkonzept und dergleichen alle Richtlinien und Vorschriften für sicheres Feiern. Dazu noch ein Schild mit „Keine Flammenwerfer“ und wir sollten öfters als einmal im Haus feiern können.

Wer das Projekt unterstützen möchte, hat die Möglichkeit, auf Startnext einen freien Betrag zu spenden oder eines der Supporter-Pakete zu buchen.

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