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Machen Würzburger Clubs und Kneipen bald früher dicht? Ginge es nach dem Bamberger Vorbild, könnte es so kommen. Foto: Fabian Gebert

Würzburg

Drohen längere Sperrzeiten für Würzburger Clubs und Kneipen?

Werden Passau, Bamberg und Deggendorf zum Vorbild für Würzburg? Das möchte die CSU wissen.

Am heutigen Mittwoch, 16.01.2019, wird über einen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion im Würzburger Bau- und Ordnungsausschuss abgestimmt. Im öffentlich einsehbaren Dokument möchte die CSU von der Verwaltung im Rathaus eine „Zusammenschau und Erfahrungssammlung“, wie sich andere Städte sicherheitstechnisch nach der „Sperrzeitenverlängerung“ entwickelt hätten.

Bekommt dieser Antrag im Ausschuss eine Mehrheit, muss sich die Verwaltung bei anderen Städten kundig machen, welche Erfahrungen diese mit einer Verlängerung der Sperrzeiten gemacht haben. Die Ergebnisse der Befragung werden dann in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt.

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Der Antrag ist die Konsequenz eines mündlichen Berichts des Leiters der Polizeiinspektion Würzburg, Klaus Böhm, der die nächtliche Sicherheit in Würzburg thematisiert.

Was könnte das bedeuten?

Momentan gilt in Kneipen und Clubs in Würzburg eine sogenannte Sperrstunde, auch als Putzstunde bekannt. Hier machen Diskotheken und Kneipen, am bayernweiten Vorbild orientiert, von fünf bis sechs Uhr zu. Danach ist es einem Club gestattet, die Tore wieder zu öffnen. So praktiziert es beispielsweise der Club L in der Inneren Aumühlstraße, der Afterhour-Vergnügungen für alle, die etwas länger können, anbietet.

Werden die Sperrzeiten verlängert, könnte eine nach hinten hinaus verlängerte Putzstunde nicht das einzige Problem bleiben. Denn geht man vom Bamberger Modell aus, müssten Kneipen bereits um zwei Uhr, Clubs um vier Uhr schließen. Die Regelung, die 2011 in der oberfränkischen Stadt in Kraft trat, ist bis heute umstritten. Ob der Antrag der Würzburger CSU weiterverfolgt wird, entscheiden heute die Mitglieder des Bau- und Ordnungsausschusses.

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