Inscope erklärt sich für sein vermeintliches Delfin-Essen. Foto: Screenshot Youtube

Stuttgart

Youtuber Inscope will Baby-Delfin essen – dahinter verbirgt sich eine ernste Story

Erst sprach der Stuttgarter Youtuber Inscope in seiner Instagram-Story davon, sich heute etwas Besonderes zubereiten zu wollen, dann wechselt das Bild auf einen toten kleinen Delfin, der auf Eis gelegt ist. Auf „extremer Gönner-Basis“ wollte der württembergische Athlet einen Baby-Delfin zum Abendessen snacken. Natürlich musste es so kommen: Inscope schoss sich direkt ins Abseits, es hagelt negative Kommentare. Wie kann er auch nur?

Hinter der Aktion steckte aber deutlich mehr, als nur ein vermeintlich perverses Abendessen. Denn wer hat schon einmal darüber nachgedacht, was in seiner Thunfischdose alles steckt?

Delfin als Beifang im Thunfisch

Da ist bereits seit Jahrzehnten Delfin drin – als Beifang. Und was unterscheidet eigentlich einen kleinen Thunfisch von einem kleinen Delfin?

Einen Tag nach der Story, die zu dem Zeitpunkt bereits heftig im Netz diskutiert wurde, löste Inscope seinen vermeintlichen Fauxpas auf. Der Babydelfin kam aus dem 3D-Drucker. Mit der Attrappe wollte der Stuttgarter mit Unterstützung des Werbepartners Followfish, einem Fischhersteller für nachhaltig gefangenen Fisch, ein Zeichen setzen. Denn laut WWF ertrinken jährlich 300.000 Wale, Tümmler und Delfine in Fischernetzen. Auch Babydelfine landen in den Netzen danach teils auch in der Thunfischdose.

Immer mehr Hersteller zeichnen ihre Produkte mittlerweile aus und garantieren den Konsumenten mithilfe von verschiedenen Labels delfinfreien Thunfisch. Doch längst nicht alle machen das - für Inscope ein Grund, sich für eine bessere Produktion von Fischprodukten stark zu machen.

Hier erklärt Inscope seine Aktion:

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