"Querdenken"-Bewegung
Das Foto stammt von einer Versammlung auf dem Unteren Markt in Würzburg im Dezember. Foto: Patty Varasano

Würzburg

56 Verfahren nach Corona-Protesten in Würzburg eingeleitet

Neben Schweinfurt finden sogenannte „Spaziergänge“ als Corona-Kritik auch in Würzburg statt. Am Montag trafen sich etwa 80 Menschen am Unteren Markt in Würzburg. Als die Polizei eintraf, setzte sich die Gruppe in Bewegung – doch das ist nicht erlaubt.

Nicht erlaubte Versammlungen müssen an einem festen Ort abgehalten werden

Wie die Polizei berichtete, machten sich die Spaziergänger vom Unteren Markt in Richtung Oberer Markt auf. Auf rund 250 Personen schwoll die Gruppierung an. Dabei wurde die geltende Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg verletzt. Die unterbindet nämlich unangemeldete Proteste nicht, beschränkt diese aber nur auf einen stationären Ort. Die Teilnehmer:innen hätten also am Unteren Markt bleiben müssen. Außerdem sind derartige Versammlungen nur unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln, beispielsweise der durchgängigen Maskenpflicht, gestattet.

Rangelei mit einer Gruppen Gegendemonstrant:innen

Über die Einhaltung der Regelung wurden die Teilnehmer:innen offenbar per Lautsprecher aufgeklärt, bestätigt die Polizei. Dennoch wanderte die Demo weiter. In der Eichhornstraße kam es dann zu einer Rangelei einiger Beteiligter mit einer etwa zehnköpfigen Gruppe von Gegendemonstrant:innen.

Den sogenannten „Aufzug“, wie die Polizei schreibt, stoppten die Beamt:innen mit der Hilfe der Bereitschaftspolizei. 56 teilnehmende Personen müssen sich auch nach der Versammlung für ihr Verhalten verantworten. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Proteste sind ein Grundrecht, allerdings im Optimalfall angemeldet

Die Polizei appelliert und bittet in diesem Zusammenhang, gerne weiterhin friedlich vom Grundrecht einer Versammlung Gebrauch zu machen. Diese sollten allerdings ordnungsgemäß gemeldet werden und unter Einhaltung der Corona-Regeln durchgeführt werden.

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