Impfen
In Pfaffenhofen polarisiert die Entscheidung eines Zahnarztes, der seine Mitarbeiter in die Impfpflicht nimmt. Ist das erlaubt? Foto: Owen Humphreys (PA Wire) - dpa

Pfaffenhofen

Ohne Impfung kein Lohn: Zahnarzt setzt Mitarbeiter unter Druck

Ein bayerischer Zahnarzt hat seinen Mitarbeitern eine klare Ansage gemacht: "Es werden alle Mitarbeiter und Zahnärzte geimpft. Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt", will Zahnarzt Maximilian Weiland aus Pfaffenhofen seinen Mitarbeitern in einem Schreiben mitgeteilt haben. Darüber berichtet nordbayern.de sowie andere Medien. Ist das erlaubt?

Auf Nachfrage soll der betreffende Arzt zurückgerudert haben. Seine Wortwahl sei unglücklich gewesen. In der Sache ändere sich aber nichts, schließlich sei er für eine Erkrankung genauso verantwortlich wie dafür, wer für ihn arbeite.

Zahnarzt Weiland: "Ich stehe sehr hinter dieser Impfung"

Der Zahnarzt möchte es durchziehen. Er soll sogar schon Impftermine für seine Mitarbeiter und Zahnärzte ausgemacht haben. "Ich habe mich wirklich damit auseinandergesetzt. Ich stehe sehr hinter dieser Impfung", so Weiland.

Im Zweifel möchte er sogar rechtliche Schritte einleiten. Auch wenn Arbeitgeber verpflichtet sind, Mitarbeiter so gesund wie möglich zu halten, ist der Vorstoß es Pfaffenhofener Zahnarztes zweifelhaft.

Wenn auch medizinisch sinnvoll: Die Impfpflicht kann dem Arzt rechtlichen Ärger bringen

Denn was einerseits nachvollziehbar und sinnvoll klingt, kann als, vom Arbeitgeber angeordnete, Impfung auch in die eigene körperliche Unversehrtheit eingreifen. Das versichert ein Arbeitsrechtler dem Donaukurier. Und das wäre letztendlich ein Straftatbestand, der als Nötigung bezeichnet wird. Zieht der Zahnarzt seine polarisierenden Pläne durch, landet er vielleicht selbst vor Gericht.

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