Tscharlie
Anwar Raja, Spitzname "Seema", war der Mann hinter der viereckigen Pizza-Luke in der Musikkneipe "Tscharlie". Er starb mit 62 Jahren nach einer Coronainfektion. Foto: Fotomontage (Gralla/Facebook)

Würzburg

Tscharlie-Pizzabäcker Seema tot: Tausende Euro Spenden für Hinterbliebene

Hunderte Würzburger hat das Schicksal der Familie von Anwar Raja alias Seema bewegt. Der bekannte Pizzabäcker aus der Musikkneipe „Tscharlie“ in der Sanderstraße starb Ende Januar. Er war mit einer Covid-19-Diagnose in die Klinik gekommen und überlebte den Aufenthalt nicht.

Seema soll in seiner ursprünglichen Heimat Pakistan beerdigt werden

Die Todesnachricht des gebürtigen Pakistani führte unmittelbar zu einer Spendenkampagne, die nun beendet ist. Frank Christian Wagner aus Würzburg organisierte das Hilfsprojekt, das für Seema eine Beerdigung in seiner ursprünglichen Heimat ermöglichen sollte. 5000 Euro kamen binnen zwei Wochen zusammen, der Beitrag von Wagner wurde weit über 600 Mal geteilt.

Mit so einer großen Summe hatte Wagner nicht gerechnet: „Selbst nach einem tollen Start habe ich von etwa 3000 Euro zu träumen gewagt.“ Die große Anteilnahme mit dem großen Erlös dürfte für die Hinterbliebenen des Tscharlie-Pizzabäckers eine Erleichterung sein. Derzeit warte die Familie von Seema noch auf ein negatives Corona-Ergebnis, um nach Pakistan zu reisen.

Insgesamt kamen seit Ende Januar rund 8000 Euro von vielen Würzburgern zusammen

171 Spenden mit einer Gesamtsumme von 5000 Euro gingen bei Wagner ein. Dazu kommen offenbar noch 3000 Euro Spenden, die direkt an die Besitzerin des Tscharlie, Lore Weigand gingen und bereits übergeben sind. Die Familie erhält alles in allem 8000 Euro aus der Tasche vieler Würzburger, um die Kosten zu decken, die durch die Beerdigung in Pakistan anfallen.

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