Mit einem Erfahrungsbericht wendete sich der frühere Stadtrat und Wirtschaftskriminologe Uwe Dolata an seine Freunde auf Facebook. Foto: Uwe Dolata

Würzburg

Uwe Dolata schwer an Corona erkrankt: Ich ging durch die Hölle

An Heilig Abend freute sich der frühere Stadtrat Uwe Dolata aus Würzburg noch auf das gemeinsame Weihnachtsfest mit seiner Frau. Dann kam die Diagnose: Dolata ist positiv auf Corona getestet worden. Auch ein zweiter Test im Uniklinikum fiel positiv aus. Das Weihnachtsfest war gestrichen.

Kurze Zeit nach Weihnachten kamen  die starken Symptome

"Kurze Zeit später habe ich dann Zuhause sehr starke Symptome bekommen", erinnert sich Dolata, der sich auch Mitte Januar noch in Behandlung befindet. Fieber, Husten, Durchfall und „Horror-Träume“ plagten ihnen, gefühlt habe er sich wie ein Alzheimerpatient. „Ich habe gar nichts mehr zusammen bekommen, nicht einmal das Datum. Das war eine fürchterliche Situation." Seine Stimme ist brüchig, als er sagt: "Ich ging wirklich durch die Hölle."

Seine Frau konnte ihn zeitweise, trotz eigener positiver Corona-Diagnose pflegen. Sie litt an Geschmacksverlust, ihre Symptome waren lange nicht so stark wie die ihres Mannes. Dann kam der 4. Januar. Dolata rief seinen Hausarzt an, etwas stimmte nicht.

Nach der Corona-Diagnose wurde Dolata mit einem Schlaganfall-Verdacht eingeliefert

Sofort schickt der Arzt ihn ins Krankenhaus mit Verdacht auf einen Schlaganfall nach der Corona-Diagnose. "Sieben Ärzte haben dann dort um mein Leben gekämpft. Ich war zwar dort, aber im Kopf nicht anwesend." Ein Schaden am Gehirn konnte nicht festgestellt werden, es war weiter ungewiss, womit Dolata so stark zu kämpfen hatte.

Uwe Dolata befindet sich nach seiner Corona-Diagnose an Weihnachten nach wie vor in Behandlung. Im Krankenhaus fotografierte er sich bei einer Sauerstoffbehandlung selbst. Foto: Uwe Dolata

Uwe Dolata  lag eine Woche lang auf der Covid-Station

Die Innere Medizin stellte beim Wirtschaftskriminologen letztendlich einen akuten Kalium- und Natriummangel fest. Es folgten Infusionen, endlich ging es dem stadtbekannten früheren Stadtrat besser. Nach sieben Tagen auf der Covid-Station wird er endlich entlassen. Seine Erfahrungen teilte der 64-Jährige auf Facebook.

Sein Posting versteht er als Appell: "Liebe Freunde, bitte gebt aufeinander acht. Es gibt Corona! Ich bin dem Tod von der Schippe gesprungen und ich wünsche mir, dass ihr gesund bleibt!"

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