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Wer sich 2020 in Kurzarbeit befindet, muss 2021 möglicherweise zusätzliche Steuern zahlen. Foto: Jens Wolf (dpa-Zentralbild)

Würzburg

Warum dich deine Kurzarbeit 2021 eine Steuernachzahlung kosten könnte

Wer während der Coronakrise für seinen Betrieb weniger arbeitet, erhält in der Regel Kurzarbeitergeld. So stockt der Staat Gehälter auf, damit Arbeitnehmer durch die Pandemie nicht unmittelbar in finanzielle Nöte geraten. Diese Zusatzleistung macht die Steuererklärung kommendes Jahr allerdings etwas komplizierter – und kann Geld kosten.

Wie die Tagesschau berichtet, wartet auf Kurzarbeiter kommendes Jahr möglicherweise eine Steuernachzahlung. Außerdem müssen Kurzarbeiter eine extra Steuererklärung einreichen. Sieben Millionen Menschen beziehen derzeit die steuerfreie Zusatzleistung. Das Kurzarbeitergeld wird allerdings als Einkommen gezählt und auf die regulär gezahlten Steuern angerechnet. Das nennt man Progressionsvorbehalt.

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Geringfügige Kurzarbeit könnte zu Nachzahlungen führen

Beispiel: Wer sich einige Monate nur in geringfügiger Kurzarbeit befunden hat, zahlt auf sein Einkommen dieses Jahr weniger Lohnsteuer. Da das nächstes Jahr mit dem Kurzarbeitergeld verrechnet wird, kann es dann zu einer Nachzahlung kommen. Wer beispielsweise im Frühjahr 2020 ausschließlich steuerfreies Kurzarbeitergeld bezogen, die anderen Monate allerdings voll gearbeitet hat, erhält tendenziell eine Rückzahlung.

Die FDP hat sich deshalb dafür stark gemacht, diesen Progressionsvorbehalt für dieses Jahr auszusetzen. Der Antrag wurde abgelehnt, ein entsprechender Gegenvorschlag soll aber vorgelegt werden. Dafür sei allerdings noch etwas Zeit, da es frühestens kommendes Jahr wieder zu Nachzahlungen komme.

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