Eigentlich wollte Can aus Höchberg nur ein paar alte Flaschen - passenderweise Corona-Bier - loswerden. Schnell wurde er zum Super-Flaschenspreader ernannt. Foto: Can Bolat

Würzburg

Wie das Verschenken von Corona-Flaschen im Fair-Teiler nach hinten losgeht

Das ist doch eigentlich eine nette Geste: Da will ein Typ aus Höchberg in der Würzburger Gruppe „Fair-Teiler“ auf Facebook ein paar leere Pfandflaschen verschenken. Passenderweise ist es ein ganzer Karton mit ausgetrunkenem Corona-Bier. Die Reaktionen auf das Gratis-Pfand lassen nicht lange auf sich warten.

Statt einem Abholer gab es einen Haufen Witze und Vorwürfe, er sei faul

Can Bolat dürfte die Welt nicht mehr verstehen. Der Höchberger postete am Mittwoch ein Bild seines Leerguts in die Gruppe Fair-Teiler mit dem Angebot, die gesammelten Flaschen an jemanden zu verschenken. Can betont, er sei nicht zu faul, das selbst abzugeben. Vielmehr vermutet er, dass jemand die Corona-Flaschen gebrauchen könnte.

Das Posting war Zündstoff für einige Gruppenmitglieder. „Du willst wohl Corona verschenken. Das muss ich ans Gesundheitsamt melden“, schreibt da einer. Und ein anderer will mit Can direkt einen Superspreader gefunden haben, bei so viel Corona in einem einzigen Karton. Gemeldet hat sich unter dem Posting noch keiner, der den Erlös der leeren Flaschen haben möchte. Ein Kommentator bringt das auf den Punkt: „Alle Leute, die hier meckern haben scheinbar wenig Interessantes zu erledigen, als sich über Glasflaschen aufzuregen. Also holt sie ab, dann habt ihr was zu tun.“

Fair-Teiler-Angebot des Höchbergers war nicht ironisch gemeint

Auf Nachfrage der Redaktion lacht Can und meint: „Ich habe die Flaschen wirklich nur verschenken wollen.“ Einen ironischen Hintergedanken gab es seinerseits nicht. Dass Corona dadurch – wenn auch in einer ganz anderen Form – weitergegeben werde, ist natürlich genug Pandemie-Futter für einen Lacher aus dem Netz.

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