Bernhard Reiser
Am Würzburger Sternekoch Bernhard Reiser war Kritik laut geworden, da er am Stein Wein ausgeschenkt hatte und Corona-Regeln nicht eingehalten worden seien. Foto: Silvia Gralla

Würzburg

Würzburger Sternekoch mit scharfer Botschaft nach Kritik an seinem To-Go-Konzept

Im Lockdown light kochen bei Sternekoch Bernhard Reiser aus Würzburg nicht nur die Töpfe, sondern auch die Emotionen hoch. Er reagierte auf Kritik und Anschuldigungen an seinem To-Go-Konzept, bei dem er an mehreren Wochenenden Bratwurst und Wein zum Mitnehmen anbot. Reiser soll hier gegen Corona-Regeln verstoßen haben. Am Stein sammelten sich im November Menschentrauben, die Abstandsregelungen nicht korrekt eingehalten hätten. Vergangenes Wochenende blieb sein Restaurant für Bratwurst-Fans geschlossen und Reiser stellte sich seinen Kritikern vor Ort.

To-Go-Konzept war von der Polizei kontrolliert worden

Selbst positionierte sich der Würzburger Sternekoch bereits vorab klar auf Facebook. „Ihr konntet ja in den (sozialen?) Medien mitverfolgen, dass es bei gewissen Menschen dadurch zu viel Aufregung und großer Emotionalität gekommen war. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle aufrichtig entschuldigen, das war nie meine Absicht.“ Reiser verwies darauf, dass im November 2020 sein Stand von der Polizei kontrolliert wurde und es keine Verfehlungen seinerseits gegeben hätte. „Was jeder einzelne, nachdem er unser Grundstück verlassen hat, mit seiner Bratwurst und seinem Wein im Weinberg macht, liegt nicht mehr in meinem Verantwortungsbereich.“

Der Weinberg am Stein sei kein explizites Sperrgebiet. Dort dürfe jeder mit mitgebrachtem Essen und Trinken sich einen schönen Tag machen. Besonders sauer stieß dem Sternekoch allerdings die Diskussionskultur auf.

„Jetzt meine Botschaft an alle, die sich gerade zum Sofapolitiker und Hilfssheriff ernennen: Beleidigungen, Hetze und üble Nachrede sind in jedem Fall ein NO GO. DAS TOLERIERE ICH NICHT. Das bin ich schon meinen 60 Mitarbeitern sowie meinen Freunden und Gästen schuldig!“

Zur offenen Diskussion kam letztendlich keiner der Online-Kritiker

Reiser plädierte für eine freundliche und respektvolle Diskussion, der er sich „bei korrektem Abstand“ persönlich stellten wollte. Schließlich habe er einen Namen, ein Gesicht und „vor allem einen Arsch in der Hose. Zur Diskussion kam am Wochenende keiner seiner Kritiker, schreibt Reiser. Damit sei die Sache für ihn auch vom Tisch.

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