Fusion-Festival 2019
Die Turmbühne des Fusion Festivals im jahr 2021. Foto: Christian Charisius (dpa)

Lärz

Fusion Festival soll stattfinden: Wie der Plan der Veranstalter aussieht

Am Anfang steht wie so oft in dieser Zeit das Wort „eigentlich“. Denn eigentlich pendeln hunderte Franken jährlich ins Mecklenburgische, um auf dem Fusion Festival in Lärz eine gute Zeit zu haben. Pandemiebedingt wurde vergangenes Jahr nichts aus der Fusion, das versteht sich mittlerweile von selbst. Für 2021 verfolgen der Festival-Macher Martin Eulenhaupt und seine Kulturkosmos-Crew allerdings einen Plan. Sie haben ein Konzept eingereicht, das die Fusion dieses Jahr ermöglichen soll.

Fusion Festival soll auf zwei unterschiedliche Wochenenden aufgeteilt werden

Wie unter anderem die Nürnberger Nachrichten berichten, sei beim zuständigen Amt in Robel fristgerecht ein Antrag eingereicht worden, der ein umfassendes Hygienekonzept für eine diesjährige Fusion umfasst. Mit 70.000 Besuchern gehört das Event auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz zu einem der gewaltigsten Outdoor-Raves in Deutschland. Es zählt zu den größten alternativen Kulturfestivals in Europa und hat sich seit 1997 seine gesellschaftliche Relevanz erarbeitet. 2021 soll es zwei Editionen geben – mit jeweils 35.000 Besuchern.

Auf den 24. Juni und den 4. Juli sollen die Festival-Termine fallen. Um das zu ermöglichen, möchte der Veranstalter an mehreren Stellen Testanlagen mit PCR-Verfahren einrichten. Diese sollen nicht nur in Lärz, sondern auch in Berlin und Hamburg stehen. Aus beiden Großstädten reisen jährlich normalerweise Tausende Besucher an.

Fusion-Festival 2019
Die Fusion gehört zu Europas größten alternativen Kulturevents. Foto: Christian Charisius (dpa)

Fusion-Veranstalter rechnen mit 180.000 Tests

„Wenn Massentourismus auch 2021 zur Festivalzeit wieder möglich ist, dann können und werden wir mit unserem richtungsweisenden Test- und Hygienekonzept auch die Fusion feiern", heißt es von Seiten der Fusion. Rund 180.000 Tests seien wohl nötig, um die beiden Wochenenden möglichst sicher zu gestalten. Außerdem setzen Eulenhaupt und sein Team auf eine fortgeschrittene Impfkampagne.

Ob die Behörde das Festival zulässt, ist noch unklar. Eine direkte Absage gab es aber noch nicht. Sicher ist jedoch: Sollten sich die derzeitigen Bedingungen nicht verändern, kann die Fusion nicht stattfinden. Um das Festival zu ermöglichen, steigen auch die Ticketpreise von 130 auf 220 Euro – inklusive Müllpfand und Bearbeitungsgebühren.

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