Kiliani - Troglauer Buam Teil 3
Nach dem Karussell im Bierzelt auf den Tisch steigen und mitsingen? Gibt es trotz neuen Corona-Regeln in Bayern 2021 auch im Herbst nicht. Foto: Fabian Gebert

Würzburg / Nürnberg

Fußballstadien gefüllt, Volksfeste der Region bleiben aber verboten

In Fußballstadien dürfen tausende Fans ihre Mannschaft anfeuern, ab Oktober öffnen Clubs auch wieder im Innenbereich. Das Leben scheint wieder halbwegs normal, doch für Volksfeste gilt das nicht. Die bleiben im Freistaat auch jetzt im Herbst verboten.

Während sich in ganz Deutschland die Schausteller noch auf einen lukrativen Spätherbst freuen, bleibt in Bayern die Hose tot. Darüber berichtet nordbayern.de. Während in Soest Kirmes ist und binnen einer Woche eine siebenstellige Besucher:innenzahl locken soll, wird es in Würzburg kein Herbstvolksfest unter entspannten Bedingungen geben. Während in Bremen 20.000 Besucher:innen auf dem Freimarkt flanieren, ist in Nürnberg gerade nichts los. Und das, obwohl jetzt große Feierzeit beim zweitgrößten Volksfest der Stadt wäre.

Kulturveranstaltungen und Messen können stattfinden, allerdings mit striktem Alkoholverbot

Volksfeste bleiben also 2021 verboten, daran ändert auch die neue, vierzehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung laut Paragraf 15 nichts. Denn auch wenn es für Kulturveranstaltungen mit über 20.000 Besucher:innen und Messen mit bis zu 50.000 Gästen am Tag eine rechtliche Grundlage gibt, zählen Volksfeste nicht dazu.

Dazu sagt das bayerische Gesundheitsministerium gegenüber nordbayern.de: "Im Gegensatz dazu bestehen bei Messen und sonstigen Veranstaltungen andere Schwerpunkte, zum Beispiel mit beruflichem oder kulturellem Fokus." Das Gesundheitsministerium befürchtet, dass eine Menge Alkohol getrunken werde. Und dann gebe es auch keine größere Bereitschaft mehr, Abstand- oder Maskenpflicht einzuhalten. Deshalb gebe es bei großen Messeveranstaltungen ebenfalls ein klares Alkoholverbot.

Ersatzveranstaltungen ersetzen keine regulären Events

Auch wenn es in Würzburg mit dem Klein-Kiliani oder in Nürnberg mit dem NürnBärLand Ersatzevents gab, für die die Schausteller:innen dankbar sind: Die Volksfeste ersetzen diese nicht. Hätte es für den Herbst nochmal neue Regelungen gegeben, wäre das eine oder andere Volksfest möglicherweise zum Sondertermin nachgeholt worden.

Fürther Kirchweih könnten binnen zehn Tagen aufgebaut werden

So heißt es beispielsweise bei den Macher:innen der berühmten Fürther Kirchweih, dass man binnen zehn Tagen ein Volksfest dieser Größenordnung aufbauen könnte.

Daraus wird aber wohl nichts mehr werden. Bleibt nun die Hoffnung, dass 2022 alles anders wird.

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